Champion of Champions: Mark Selby schmeißt Neil Robertson raus - Finale gegen Judd Trump in Heimatstadt Leicester

Mark Selby folgt Judd Trump ins Finale der Champion of Champions. In seiner Heimatstadt Leicester gewann der Engländer 6:2 gegen Neil Robertson. Selby überzeugte von Beginn an und sicherte sich den umkämpften siebten Frame zur Vorentscheidung. "The Jester vom Leicester" greift beim Turnier der Sieger des Jahres nun nach dem Titel. Robertson schied nach einer fehlerbehafteten Vorstellung aus.

Mark Selby steht im Finale beim Champion of Champions

Fotocredit: Getty Images

Beide Spieler kämpften sich zuvor förmlich in die Runde der letzten Vier. Neil Robertson gewann sein Gruppenfinale gegen John Higgins 6:4, Mark Selby gestaltete sein Match gegen Titelverteidiger Mark Williams sogar noch knapper. Der Sieger der Welsh Open zog erst nach Decider (6:5) ins Semifinale ein.
Selby kam gut ins Spiel und schnappte sich direkt die ersten beiden Frames. Im Durchgang eins hatte vor allem Robertson noch merklich Probleme, in sein Spiel zu finden. Der Australier holte, nach dem er eine leichte Rote verpasste, Selby zurück an den Tisch. "The Jester from Leicester" nutzte die Vorlage eiskalt aus.
Den zweiten Frame gewann der Engländer dann mit dem ersten Century der Partie. Eine 127er-Clearance brachte Selby die 2:0-Führung. Dann zeigte auch Robertson erstmals seine Klasse. Ein 74er-Break sicherte dem Weltranglistendritten sein erstes Frame im Halbfinale.
Nach dem 1:2 von Robertson übernahm Selby aber wieder die Kontrolle über das Spiel. Die nächsten beiden Frames gingen an den viermaligen Weltmeister. Robertson kam insgesamt nur auf 14 Punkte und stand nach dem 1:4 aus seiner Sicht gehörig unter Druck.

Selby mit Vorentscheidung beim "Marathon-Frame"

Dem hielt der Sieger des Saudi Arabia Snooker Masters vorerst bravourös stand. Sein einziges Century des Abends (104 Punkte) sorgte für das 2:4. Im siebten Frame zeigten beide Spieler ihr starkes Safety-Spiel.
Über eine Stunde dauerte es, ehe Selby nach einem bitteren Fehler von Robertson die Schwarze pottete und durch das 5:2 nur noch ein Frame zum Finale brauchte. 64:51 endete der "Marathon-Durchgang".
Und den holte sich der 42-Jährige bereits im nächsten langen Durchgang. Im achten Frame führte Selby schnell deutlich, wackelte in der Folge allerdings, als er den Sieg auf Schwarz zunächst liegen ließ.
Nach einem Safety-Duell spielte der Engländer einen starken Snooker. Robertson erwischte den roten Ball, legte ihn Selby allerdings vor. Danach lochte der Engländer Grün und snookte seinen Gegner, der foulte und Selby somit den Sieg bescherte.
Im Finale trifft Selby auf Judd Trump, der sein Halbfinale gegen Weltmeister Zhao Xintong locker mit 6:2 gewann. Das Endspiel in Leicester findet am Sonntagabend im Best of 19 Frames-Modus statt.
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Quelle: Eurosport


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