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English Open: Judd Trump dreht Finale gegen Zhang Anda und holt nach langer Durststrecke wieder einen Titel
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Publiziert 09/10/2023 um 00:01 GMT+2 Uhr
Die Durststrecke von 19 Monaten ohne Titel bei einem Ranglisten-Turnier ist vorbei: Judd Trump hat die English Open in Brentwood gewonnen. Nach einer weiteren Aufholjagd schlug Trump im Endspiel Zhang Anda, der zum ersten Mal in einem Finale stand, mit 9:7. Für Trump war es der zweite Sieg bei den English Open nach 2020 und sein 24. Triumph bei einem Weltranglisten-Turnier insgesamt.
Die Entscheidung - Trump macht Titel bei English Open perfekt
Quelle: Eurosport
Besonders kurios: Judd Trump erlitt in der ersten Session wieder zwei Miscues. Deshalb ließ er in der Pause zwischen den Sessions von Turnierdirektor Paul Collier eine neue Pomeranze auf sein Queue machen.
Dass er trotzdem am Abend ein solches Comeback schaffte war eine bemerkenswerte Leistung. Trump hatte schon mit 1:5 hintengelegen, und beim Stand von 3:7 schien er geschlagen. Aber dann gewann er sechs Frames in Folge. Zhang Anda bezeichnete ihn deshalb nach dem Match scherzhaft als "Monster".
Zhang Anda zeigte in seinem ersten Finale zunächst keine Nerven und dominierte die Begegnung über weite Strecken. Trump gestand dann auch im Interview nach dem Sieg: "Eigentlich war er der bessere Spieler heute."
Mit Top-Breaks von 85 und 128 Punkten zog der Chinese am Nachmittag auf 5:1 davon. Trump schaffte es am Ende der ersten Session aber noch, mit Breaks von 56 und 120 Punkten den Schaden zu begrenzen.
Elfter Frame wird Wendepunkt des Endspiels
Am Abend bekam Trump zunächst keine Chance, seine neue Pomeranze einzuspielen. Mit Breaks von 109 und 98 Punkten zog Zhang Anda auf 7:3 davon. Besonders die 98 war ein abenteuerliches Break, gespickt mit vielen schweren Bällen.
Im elften Frame verschoss Zhang Anda dann aber Blau auf die Mitte. Das bezeichnete er nachher selber als Wendepunkt. Nun schlichen sich bei dem Endspiel-Debütanten ein paar Fehler ein, und Trump wurde stärker. Zwar schaffte Trump mit einer 135 ein zweites Century, aber es war kein Comeback im Hurra-Stil wie im Halbfinale gegen John Higgins. Stattdessen arbeitete er hart und kämpfte, um ins Match zurückzufinden.
Als Trump im 15. Frame mit 8:7 erstmals in Führung ging lochte er den Frameball als Double. Im nächsten Frame dann bekam er die erste Chance, verschoss aber nach 27 Punkten Schwarz vom Spot. Als er aber nach einem Safe-Duell seine nächste Chance bekam stürmte er mit einer Clearance von 92 Zählern über die Ziellinie.
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Trump im Sieger-Interview: "Zhang Anda war besserer Spieler"
Quelle: Eurosport
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