Snooker: English Open 2024 - neuer Modus, mehr Preisgeld für Ronnie O'Sullivan, Judd Trump, Mark Williams und Co.
Publiziert 16/09/2024 um 09:18 GMT+2 Uhr
Die Snooker-Welt ist nach dem Gastspiel in Saudi-Arabien wieder zurück auf der britischen Insel. Die Qualifikationsmatches für die English Open in Brentwood laufen schon. Die Weltranglistenplätze 128 bis 64 spielen 32 Plätze für die Knock-out-Phase ab dem 16. September aus. Auch Ronnie O’Sullivan wird trotz seiner jüngsten Äußerungen antreten. Hier gibt es alle Infos zu Neuerungen und Favoriten.
Trump nach Premieren-Titel in Riad: "Williams war besser"
Quelle: Eurosport
In dieser Saison sind diverse Anpassungen an den Turniermodus der Home Nations Series und der German Masters vorgenommen worden. Selbst der Weltranglistendritte Mark Allen, in den letzten Jahren harter Kritiker der WST-Verantwortlichen, zeigt sich mittlerweile hochzufrieden, was die Aufbesserung der Preisgelder und die Organisation der Turniere betrifft: Die vielen Gespräche hätten tatsächlich Wirkung gezeigt.
Unter anderem erhalten die Spieler aus den tieferen Regionen des Rankings mehr Spielpraxis und somit Verdienstmöglichkeiten, weil sie zunächst untereinander gelost werden. Außerdem setzen die Verantwortlichen jetzt auf geschlossene Veranstaltungen: Die Qualifikationen dieser fünf Turniere werden nun vor Ort ausgetragen statt Wochen im Voraus und sind bei Discovery+ auf vier Tischen im Stream und auf Abruf zu sehen.
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Judd Trump gewann zuletzt das Saudi Arabia Masters und ist der Titelverteidiger bei den English Open.
Fotocredit: Getty Images
Sonntag ist Ruhetag für die Qualifikanten aus den tieferen Regionen der Weltrangliste. Die Top 32 steigen ab Montag in Runde drei ein. Das Preisgeld für die Championate der Home Nation Series wurde spürbar von 427.000 Pfund (508.000 Euro) auf 550.000 Pfund (654.000 Euro) erhöht.
Die Angebote an diverse Spitzenkräfte, alternative Konkurrenzen außerhalb der World Snooker Tour zu spielen oder in die chinesischen 8-Ball-Konkurrenzen einzusteigen, dürfte bei dieser Aufwertung eine Rolle gespielt haben.
Trump am Nachmittag, O’Sullivan abends
Die komplette Weltspitze wird in Brentwood in Essex vertreten sein. Am Montag steigt der Weltranglistenerste Judd Trump ein, zu sehen ab 14:30 live auf Eurosport 1. Auch sein Finalgeger von Riad, Mark Williams, tritt in der Nachmittags-Session an.
Am Montagabend ab 20.00 geht Weltmeister Kyren Wilson erstmals an den Tisch. In derselben Session wird auch Si Jiahui zu sehen sein.
Am Dienstag folgt Ronnie O’Sullivan, der ab 20:00 Uhr - ebenfalls live auf Eurosport 1 - für sein erstes Match gelistet ist. Auf das O’Sullivan-Match folgen die ersten Auftritte von Jack Lisowski und Luca Brecel.
O’Sullivan hatte nach seinem Ausscheiden im Viertelfinale der Saudi Masters gegen Si Jiahui (4:6) in mehreren Interviews betont, er sehe das Ende der Fahnenstange deutlich vor sich. "In den letzten fünf Jahren ging es für mich permanent bergab", erklärte er in Riad im Eurosport-Interview.
O'Sullivan: Das Ende der Fahnenstange
"Es wird immer ein bisschen schlechter. Du versuchst einfach dranzubleiben und das Beste daraus zu machen. Schließlich gilt das für jeden. Es ist eine Entwicklung, die du nicht ernsthaft beeinflussen kannst. Normalerweise ist es an mir, genügend Druck auf meine Gegner auszuüben, um sie zu Fehlern zu zwingen. Den größten Teil meiner Karriere habe ich die Kontrolle über meine Matches gehabt."
Jetzt merke er, wie es sich anfühle, diese Kontrolle zu verlieren. "Deshalb habe ich auch angefangen, mit links zu spielen – einfach um meinen Frustrationen zu begegnen", sagte er.
Solange er Spaß am Spiel habe, werde er weitermachen. "Aber viel Zeit habe ich nicht mehr. So, wie ich spiele, darf ich mich glücklich schätzen, wenn ich mich in den nächsten zwei, drei Jahren in den Top 16 halten kann."
Der 48-Jährige verweist auch auf Kollegen in ähnlicher Situation: "Schaut euch John Higgins an. Es ist nicht aufzuhalten, egal was du versuchst. Jeder ist davon betroffen – Steve Davis, Jimmy White, Stephen Hendry, jeder Sportler. Eine Zeitlang kannst du dich oben halten, aber dann geht es graduell nach unten. Ich muss es akzeptieren, wenn ich das Spiel weiter spielen möchte."
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Im Decider: Trump kommt nach 0:62 zurück und holt den Titel
Quelle: Eurosport
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