European Masters - Neil Robertson spielt vier Centuries in Folge und lässt Gegner Alfie Burden keine Chance

Es war ein Snookerfest: Vier Centuries in Folge und eine 76 spielte Neil Robertson bei seinem 5:0 über Alfie Burden beim European Masters in Milton Keynes. Burden lochte keinen einzigen Ball im gesamten Match. Es war das achte Mal, dass ein Spieler vier Centuries in Folge schaffte; Robertson selbst war das bereits 2013 bei den Ruhr Open in Mülheim an der Ruhr gelungen.

Neil Robertson | Snooker | Australien | ESP Player Feature (German Masters 2022)

Fotocredit: Imago

Einen neuen Rekord von fünf Centuries in Folge verpasste Neil Robertson, als er im fünften Frame nach 76 Punkten auf Schwarz foulte und so Alfie Burden zu seinen einzigen sieben Punkten verhalf. Im ersten Frame war Robertson gar auf Maximumkurs, lochte aber nach 105 Punkten die 14. Schwarze nicht mehr. Der Australier trifft nun in der Runde der letzten 32 auf Pang Junxu.
Das 5:4 von Ronnie O’Sullivan über Zhang Anda war ein hochklassiges Match. Neun Breaks von mehr als 50 Punkten spielten die beiden.
Dabei sah es beim 4:2 für O’Sullivan so aus, als sei die Vorentscheidung gefallen. O’Sullivan hatte den fünften Frame gewonnen, nachdem Zhang den letzten schwarzen Ball verschossen hatte, und baute dank einer 128 seine Führung aus. Der Chinese jedoch schlug mit einer 114 zurück.
Im achten Frame vergab O’Sullivan die Chance zum 5:3, als er einen Routine-Ball verschoss. Mit einer Clearance von 91 Punkten erzwang Zhang den Decider.

O'Sullivan rettet sich im neunten Frame

In dem vergaben beide ihre erste Chance, weil sie sich jeweils verstellten. Aus einem Snooker hinter Braun wurde aber die entscheidende Gelegenheit für O’Sullivan. Mit einer Clearance von 43 Punkten zog er den Kopf doch noch einmal aus der Schlinge.
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Clearance und 128er-Break von O'Sullivan bei European Masters

Quelle: Eurosport

Nun trifft er auf Wu Yize, der bei seinem 5:3 über Fergal O’Brien mit zwei Centuries überzeugte.
Noch enger war es für Judd Trump, der nach dem 2:4 gegen Jak Jones ein starkes Comeback hinlegte und mit 5:4 doch noch die Runde der letzten 32 erreichte. Trump hatte mit 2:1 geführt, als Jones dank Breaks von 115, 94 und 128 Punkten auf 4:2 davonzog. Mit dem Rücken zur Wand steigerte sich Trump aber und schaffte mit Breaks von 73, 83 und 98 Punkten doch noch die Wende. Er trifft nun auf Kurt Maflin, der Andrew Higginson ebenfalls mit 5:4 niederrang.

Higgins souverän, Selby scheitert früh

John Higgins präsentiert sich weiter in guter Form. Bei seinem 5:1 über Jamie Clarke gewann er fünf Frames in Folge. Clarke war zwar mit 1:0 in Führung gegangen, doch in der Folgezeit holte er nur noch 15 Punkte insgesamt. Liang Wenbo schaffte gegen Duane Jones in Folge Breaks von 120, 140 und 93 Punkten. Trotzdem musste auch er über die volle Distanz gehen. Den Decider holte sich Liang dann aber mit einer 86.
Titelverteidiger Mark Selby scheiterte dagegen. Er unterlag Jordan Brown mit 3:5. Drei Mal hatte Selby gegen den Welsh Open Champion den sofortigen Ausgleich geschafft. Als er im achten Frame mit 55:0 in Führung gegangen war schien ihm dieses Kunststück ein weiteres Mal zu gelingen. Aber Brown kämpfte sich zurück und holte den Sieg auf Pink. Glück hatte er dabei allerdings mit einem Fluke von Blau.
Ricky Walden ist weiter auf dem Weg zurück in die Weltspitze. Gegen Matthew Stevens setzte er sich sicher mit 5:1 durch. Mit Top-Breaks von 114 und 93 Punkten war Walden mit 4:0 in Führung gegangen. Das 1:4 durch Stevens änderte nichts mehr. Mit einer 50 legte Walden im sechsten Frame den Grundstein zum Sieg. Einen weiteren Rückschlag musste dagegen Shaun Murphy hinnehmen, der durch sein 3:5 gegen Noppon Saengkham ausschied.
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O'Sullivan wird geblendet und reagiert mit kurioser Verrenkung

Quelle: Eurosport

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