German Masters: Zhao Xintong und Yan Bingtao im Finale - Endspiel in Berlin in chinesischer Hand

Berlin ist in chinesischer Hand: Zhao Xintong und Yan Bingtao bestreiten am Sonntag das Finale des German Masters im Tempodrom. Zhao Xintong gewann bei seinem 6:3 im Halbfinale die letzten fünf Frames in Folge. Dramatischer war das 6:4 von Yan Bingtao über Mark Allen, dass beide Spieler am Ende in ein Wechselbad der Gefühle stürzte. Mit Pink machte Yan seinen Sieg im zehnten Frame perfekt.

Yan Bingtao

Fotocredit: Getty Images

Mark Allen erwischte mit einer 75 gegen Yan Bingtao den besseren Start und holte auf Pink den dritten Frame zum 2:1. Doch das war das letzte Mal, dass er in Führung lag. Noch zum Interval schaffte Yan mit einer 116 den Ausgleich. In der Folgezeit lag Allen in vielen Statistik-Kategorien knapp vorne, doch bei den Schlüsselbällen war auf Yan mehr Verlass.
Der Chinese zog nach der Pause auf 4:2 davon. Mit einer 104 zum 3:4 sorgte Allen aber dafür, dass es spannend blieb. Auf Schwarz baute Yan seine Führung wieder aus, doch im neunten Frame nutzte er seine erste Siegchance nicht. Allen verkürzte so erneut auf 4:5.
Der zehnte Frame war eine nervöse Angelegenheit und wurde erst auf die Farben entschieden. Allen brauchte schon Snooker, doch Yan verfehlte Blau vor der Ecktasche mit einem langen Vorbänder und verschaffte dem Nordiren so die benötigten Foulpunkte. Allen lochte dann auch Blau, verschoss aber Pink. Aus dem anschließenden Safe-Duell ging Yan als Sieger hervor und machte mit Pink seinen Sieg perfekt.
Zhao Xintong begann in der ungewohnten Atmosphäre des Berliner Tempodroms mit nur noch einem Tisch nervös. So holte Ricky Walden mit einem Top-Break von 74 Punkten die ersten beiden Frames. Im dritten Durchgang setzte Zhao mit einer 78 zum 1:2 zwar eine Duftmarke, aber als er im nächsten Frame Pink verschoss holte Walden auf Pink mit einer 66 das 3:1.

Walden verpasst Vorentscheidung

Eine Vorentscheidung zugunsten von Ricky Walden hätte im fünften Frame fallen können. Doch der Engländer verschoss Frameball Grün. Zhao Xintong räumte von Grün bis Schwarz den Tisch ab und verkürzte so auf 2:3. Von diesem Fehler erholte sich Walden nicht mehr. Zhao dagegen wurde immer sicherer und spielte auch clever.
Im sechsten Frame hatte sich Zhao zwar nach 65 Punkten verstellt, aber Walden nutzte seine Comeback-Chance nicht. So holte der Chinese den Ausgleich. In der Folgezeit machte Walden dann nur noch insgesamt zehn Punkte. Im siebten Frame brauchte Zhao viel Geduld, aber er dominierte den Durchgang und übernahm erstmals die Führung.
Als Walden dann im achten Frame Pink verschoss war das seine letzte nennenswerte Aktion. Dank einer 72 holte Zhao das 5:3 und gewann anschließend mit genau 100 Punkten in Serie seinen fünften Frame in Folge.
Damit kommt es am Sonntag in Berlin zum zweiten Mal zu einem Ranking-Finale zwischen zwei Spielern aus der Volksrepublik China. Zum ersten Mal hatte es das beim Shanghai Masters 2013 gegeben, als Ding Junhui und Xiao Guodong um den Titel kämpften. Zudem hatten Ding und Marco Fu das Finale der International Championship 2013 bestritten.
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