German Masters 2023: Ford gewinnt Halbfinal-Thriller gegen Lisowski - im Endspiel wartet Carter
Tom Ford greift bei den German Masters in Berlin nach seinem ersten Ranglistentitel. Der 39-Jährige setzte sich in einem dramatischen Halbfinale 6:5 gegen Jack Lisowski durch. Ford lag in der Vorschlussrunde bereits 5:3 in Front, ehe Lisowski zu einer Aufholjagd ansetzte und gar den Decider erzwang. Dort hatte der Weltranglisten-24. die besseren Nerven. Im Finale trifft Ford nun auf Ali Carter.
Tom Ford
Fotocredit: Imago
Die 2.000 Zuschauer im Tempodrom wurden am Samstagabend Zeuge eines hochdramatischen Halbfinals.
Ford gelang zunächst ein Start nach Maß. Den ersten Frame holte sich der 39-Jährige mit einer 84er Clearance und auch im Anschluss blieb er tonangebend. Die Folge war eine frühe 2:0-Führung.
Lisowski steckte jedoch nicht auf und schlug mit Breaks von 102 und 84 Punkten zurück. Es entwickelte sich ein völlig offenes Match.
Beim Stande von 3:3 schien das Pendel dann in Fords Richtung auszuschlagen. Der Weltranglisten-24. holte sich mit einem eindrucksvollen Century (104 Punkte) sowie einem Break von 89 Punkten einen Vorsprung von zwei Frames.
Liswoski kämpft sich zurück
Die Entscheidung sollte dies jedoch noch lange nicht gewesen sein. Lisowski bäumte sich abermals auf und konterte im neunten Frame mit einem Break von 81 Punkten und blieb auch in der Folge am Drücker.
Der UK-Championship-Halbfinalist behielt beim Stande von 4:5 aus seiner Sicht die Ruhe und zwang die Partie in den Decider. Ford hätte im zehnten Frame noch 54 Punkte zum Sieg benötigt, allerdings lagen nur noch 51 auf dem Tisch, woraufhin er den Frame aufgab.
Ford im Decider nervenstark
In der Nervenschlacht im Decider schien Lisowski seine Aufholjagd tatsächlich krönen zu können. "Jack-Pot" legte 52 Punkten vor, beging dann aber einen folgenschweren Stellungsfehler, der Ford in den Frame zurückholte. Wenig später ließ Lisowski auch noch eine Rote liegen und machte damit endgültig die Tür für seinen Gegner auf.
Ford lochte im Anschluss Gelb sehenswert und besiegelte damit seinen Finaleinzug. Für den 39-Jährigen war es der 12. Sieg im 13. Duell mit Lisowski.
"Die Atmosphäre war einfach toll. Ich glaube, es waren ungefähr vier Leute da, die wollten, dass ich gewinne. Sie waren alle Fans von Lisowski. Dennoch war das Publikum wirklich gut. Als wir beide hinausgingen, haben sie uns einen riesigen Applaus gespendet", sagte Ford überglücklich.
Carter dreht nach Fehlstart auf
Im Endspiel um seinen ersten Ranglistentitel bekommt es der Mann aus Leicester nun mit Ali Carter zu tun. Der 43-Jährige bezwang Robert Milkins in einem nicht minder spannenden Halbfinale ebenfalls 6:5 und steht damit zum dritten Mal bei den German Masters im Finale.
Dabei sah es zunächst danach aus, als könnte Milkins, der im Viertelfinale gegen Chris Wakelin mit einem Maximum-Break begeistert hatte, seinen Erfolgslauf fortsetzen. Der 46-Jährige ging nach einem Blitzstart mit einer 3:1-Führung in das Mid-Session-Interval.
Allerdings drehte Carter danach auf und holte sich die nachfolgenden vier Frames mit Breaks von 72, 67, 133 und 83 punkten. Der German-Masters-Sieger aus dem Jahr 2013 war damit nur noch ein Frame vom Sieg entfernt.
Carter ringt Milkins im Decider nieder
Doch genau wie Lisowski ließ sich auch Milkins nicht unterkriegen und meldete sich eindrucksvoll mit einem Century-Break (109 Punkte) zurück. Wenig später zwang er die Partie dann in den Decider.
In jenem nervenaufreibenden elften Frame erwies sich Carter als der abgezocktere Spieler und machte schließlich den Finaleinzug perfekt.
"Dieser Sieg war enorm wichtig. Es hing so viel von diesem Spiel ab, möglicherweise das Players Championship, ein weiterer Titelgewinn - einfach alles. Im letzten Frame war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dieses Event ist einfach fantastisch. Ich freue mich, dass ich hier zum dritten Mal im Finale stehe", freute sich Carter.
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Das Glück des Tüchtigen: Ford mit Fluke gegen Wilson
Quelle: Eurosport
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