Snooker-WM: Mark Williams bedauert möglichen Abschied vom Crucible Theatre - "Am Ende des Tages spricht das Geld"
VonLukas Fegers
Publiziert 11/07/2024 um 16:15 GMT+2 Uhr
Die Snooker-WM im Crucible Theatre: Seit fast 50 Jahren ist sie Gesetz. Dass das Highlight des Jahres über 2027 hinaus, wenn der Ausrichtervertrag endet, weiter in Sheffield stattfindet, darüber aber gibt es schon länger große Zweifel. Nun prognostizierte auch der dreimalige Weltmeister Mark Williams eine baldige Abkehr. "Ich denke, das ist unvermeidlich", sagte der Waliser und wurde sentimental.
BÄMM! Williams nagelt lange Rote in die hintere rechte Tasche
Quelle: Eurosport
"Vor ein paar Jahren gehörte ich zu den Leuten, die sagten, dass das Snooker wahrscheinlich umziehen müsse", erzählte Williams in einem YouTube-Interview mit Blick auf das WM-Turnier im altehrwürdigen Austragungsort: "Aber jetzt habe ich meine Meinung geändert und denke, dass es im Crucible bleiben sollte."
Ein Grund? Die Atmosphäre, die in der knapp 980 Zuschauer fassenden Arena herrsche. Diese könne nicht woanders erzeugt werden, betonte der 49-Jährige, "das geht einfach nicht".
Seit 1977 pilgert die Snooker-Welt nach Sheffield, um im Crucible den Besten der Besten zu küren. Spekulationen, dass das Event allerdings nach seinem 50-jährigen Jubiläum die Location wechselt, halten sich beharrlich. Im Raum steht ein Umzug nach China oder Saudi-Arabien.
Medienberichten zufolge wollen beide Länder das Preisgeld deutlich erhöhen - und das hat für viele Verantwortliche und Spieler eine magnetische Wirkung, weiß Williams.
"Am Ende des Tages, so wie der Sport jetzt läuft, spricht das Geld", sagte der Waliser. Dieses scheine "heutzutage der Hauptherrscher im Sport zu sein".
Auch Higgins bedauert möglichen Abschied
Williams, der in den Jahren 2000, 2003 und 2018 im Crucible triumphierte, ist nicht der erste Top-Spieler, der eine düstere WM-Zukunft für Sheffield zeichnet.
Auch der viermalige Champion John Higgins beispielsweise sagte den bevorstehenden Abschied längst voraus. Dabei drückte er wie Williams sein Bedauern aus.
Preisgelder ausschlaggebend
Ob es letztlich China oder Saudi-Arabien werde, wisse er nicht, erklärte wiederum Williams.
Zwar habe er zunächst China als Favorit eingestuft, "wenn die Weltmeisterschaft jemals aus Sheffield verlegt würde." Doch durch die Riyadh Season World Masters, in diesem Jahr erstmals ausgetragen, erschien der saudische Wüstenstaat zuletzt prominent auf der Snooker-Landkarte.
"Wenn die Spieler abstimmen könnten, würden die meisten von ihnen wohl dafür stimmen, dass die WM nach Saudi-Arabien oder China geht", vermutet Williams. Bei steigenden Preisgeldern würden diese schließlich auch "nach unten fließen".
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Quelle: Eurosport
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