Judd Trump gewinnt in Nordirland: "Habe es allen gezeigt"

Nach 13 Monaten ist Judd Trump in den Kreis der Sieger zurückgekehrt. Durch ein packendes 9:7 über Ronnie O’Sullivan gewann er das Northern Ireland Open in Belfast. Erleichtert zeigte sich der Champion danach im Eurosport-Studio: "Nach dem harten letzten Jahr ist das großartig. Viele haben mich schon abgeschrieben, aber hier habe ich es allen gezeigt." Auch O’Sullivan pries den Sieger.

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"Judd hat verdient gewonnen", so Ronnie O’Sullivan, "er war der bessere Spieler. Ich bin nur froh, dass ich ihm ein Match liefern konnte." Und ein Match auf Augenhöhe war dieses Endspiel vom Anfang bis zum Ende. Bis Judd Trump das 9:7 machte hatte nie ein Spieler mehr als einen Frame Vorsprung. Es war ein enges Duell, bei dem beide zwar nicht fehlerlos spielten, aber beide auch nicht mit brillantem Spiel geizten. 14 Breaks von mehr als 50 Punkten zeigten die beiden, darunter vier Centuries.
O’Sullivan schien den besseren Start in das Finale zu erwischen, aber seine 64 reichte nicht aus. Trump holte den ersten Frame noch auf Schwarz. Mit Breaks von 69 und 65 Frames gewann dann aber O’Sullivan zwei Frames in Folge. Die Antwort von Trump jedoch war perfekt: Nach einer 105 und einer 117 lag er wieder vorne. Nach dem 3:3 durch O’Sullivan spielte Trump mit einer 108 dann sogar sein drittes Century. Er hatte auch die Chance zum 5:3, doch mit einer starken Clearance von 58 Punkten glich O’Sullivan zum Ende der ersten Session doch noch aus.

O’Sullivan kassiert 15. Endspiel-Niederlage

Am Abend hatte dann O’Sullivan wirklich den besseren Start. Dank einer 61 schob er sich mit 5:4 wieder nach vorne. Der 42-Jährige hatte auch Chancen in den nächsten beiden Frames, doch Trump machte auf Pink das 5:5 und holte den elften Frame nach einem Safe-Fehler seines Gegners. In den nächsten beiden Frames aber war O’Sullivan nicht zu stoppen. Nach Breaks von 78 und 134 Punkten lag er mit 7:6 wieder vorne. Danach jedoch gewann er keinen Frame mehr.
Im 14. Frame legte Trump eine 54 vor und verteidigte die klare Führung dann geschickt. Auch den 15. Frame dominierte der 29-Jährige. Im 16. Frame verschoss O’Sullivan dann eine lange Rote, und Judd Trump ließ sich nicht lange bitten: Mit einer 79 machte er den Sieg perfekt. "Ich war so nervös", gestand er nach dem Match, "ich habe gar nicht ans Gewinnen gedacht, sondern immer nur an den nächsten Ball. Aber ich war zuversichtlich, weil ich alles sicher gelocht habe."
Für Trump war dies der neunte Triumph bei einem Weltranglisten-Turnier insgesamt und der erste seit dem European Masters 2017. O’Sullivan kassierte im 48. Ranking-Finale seiner Karriere die 15. Endspiel-Niederlage; 33 Titel hat er bisher geholt. In der neuen Weltrangliste verändert sich für die beiden nichts: O’Sullivan bleibt auf dem dritten Platz, Trump ist weiterhin Fünfter.
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