Traumfinale perfekt: Grandioser John Higgins gegen Lokalmatador Mark Allen

Das Traumfinale in Belfast ist perfekt: Der im Halbfinale grandios aufspielende John Higgins trifft im Endspiel der Northern Ireland Open am Sonntag auf Lokalmatador Mark Allen. In der Vorschlussrunde war John Higgins gegen Yan Bingtao zwar mit 0:2 in Rückstand geraten, spielte dann aber wie im Rausch und gewann mit 6:2. Mark Allen schlug im Halbfinale Ricky Walden mit 6:3.

John Higgins - Northern Ireland Open

Fotocredit: Eurosport

Ronnie O’Sullivan war nach dem Match von Higgins im Eurosport-Studio vollkommen aus dem Häuschen: „Das war perfekt. Besser kann man nicht spielen. Wir als Spieler können das nur bewundern. John ist der Profi unter den Profis. Es gibt nur wenige, die solche Perfektion erlangen. Es gibt Roger Federer, es gibt Lionel Messi und eben John Higgins.“
Dabei erwischte John Higgins im Halbfinale einen Fehlstart. Yan Bingtao holte den ersten Frame mit einer 66er-Clearance auf Schwarz und erhöhte dann auf 2:0. Mit Breaks von 45 und 52 Punkten zum 1:2 leitete der Wizard of Wishaw die Wende ein und wurde dann immer stärker.
Lochspiel und Safeties waren auf höchstem Niveau. Lange Bälle lochte er mit überragender Sicherheit. Den Spielball kontrollierte er perfekt. Ein immer hilfloser wirkender Yan Bingtao konnte nur noch die Gala des Schotten bewundern. Mit weiteren Breaks von 83, 61, 78, 75 und 90 Punkten segelte Higgins zum Triumph.
Mark Allen dominierte die ersten beiden Frames gegen Ricky Walden mit seinem Safe-Spiel und ging so mit 2:0 in Führung. Doch dann spielte Walden seine Stärken im Breakbuilding aus und zog dank Serien von 73 und 80 Punkten gleich; die 80 waren sogar ein Maximum-Versuch. Im Interval nahm Allen sich dann vor, mit etwas weiniger Vorsicht zu spielen, wie er danach im Eurosport-Studio erklärte. Das klappte zunächst auch: Den fünften Frame gewann er zu Null.
Der sechste Frame jedoch war ein Ringen über 52 Minuten. Erneut allerdings dominierte der Lokalmatador die Safe-Duelle und bewies viel Geduld. Als er Gelb, Grün und Braun gelocht hatte führte er mit 4:2 und drehte dann mit einer 133 zum 5:2 auf. Im nächsten Frame hatte er jedoch Pech: Bei einer langen Roten fiel ihm der Spielball in die Mitteltasche. Walden machte daraus eine 59 zum 3:5.
Mehr saß für den Engländer aber nicht mehr drin. Mit einer 73 beendete Allen das Match und steht zum ersten Mal im Finale seines Heimatturnieres. Der Auftakt zum entscheidenden Break war eine spektakuläre Kombination und zwischendurch rettete er sich mit einem Double.
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133er-Clearance! Lokalmatador Allen begeistert die Fans in Belfast

Quelle: Eurosport

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