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Mit Video | "Das war brillant": O'Sullivan gewinnt Finale mit historischem Coup

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Ronnie O'Sullivan

Fotocredit: Getty Images

VonRolf Kalb
11/03/2019 Am 12:53 | Update 11/03/2019 Am 12:53
@Rolf_Kalb

Was für eine Atmosphäre, was für eine Leistung, was für ein Finale der Players Championship: Ronnie O'Sullivan hat Neil Robertson im Endspiel mit 10:4 geschlagen und dabei im entscheidenden Frame das 1000. Century Break seiner Karriere gespielt. Ein historischer Moment, ist der Superstar der Snooker-Szene doch der erste Spieler der Geschichte, der diese Marke erreicht.

Die altehrwürdige Guild Hall in Preston explodierte förmlich, als Ronnie O'Sullivan mit einer Roten die 100 Punkte erreichte, und das auch noch mit links. 134 Punkte wurden es am Ende in diesem historischen Break, weil mit der letzten Schwarzen auch der Spielball fiel.

Für Gegner Neil Robertson war das die beste Nachricht des Tages. Dadurch blieb seine 140 nämlich das höchste Break in Preston, für das es ja auch 5000 britische Pfund gibt.

Players Championship

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Das 1000. Century von O'Sullivan war der würdige Schlusspunkt einer großen Leistung. Nachdem Triumph erklärte der 43-Jährige im Sieger-Interview:

Ich habe die ganze Woche schon gut gespielt, aber das heute war brillant.

Diese Einschätzung war durchaus realistisch, lieferte er doch eine weitgehend fehlerlose Leistung ab. "Manchmal kann man nur die Hand heben; da kannst Du nichts gegen ausrichten", meinte denn auch Robertson zurecht.

O'Sullivan lässt Robertson keine Chance

Schon in der ersten Session war O'Sullivan praktisch uneinholbar mit 7:2 in Führung gegangen. Mit Breaks von 67, 66, 52, 70 und 65 Punkten war er auf 4:0 davongezogen. Im fünften Frame legte er dann auch eine 50 vor, verschoss dann aber eine Rote auf die Mitte.

Neil Robertson, der zuvor kaum Tischzeit hatte, nutzte das zu einer 65, die am Ende für seinen ersten Framegewinn ausreichte. Die Antwort von O'Sullivan war eine 116. Später verkürzte Robertson mit einer 78 auf 2:6, aber wieder folgte der Konter des Titelverteidigers prompt mit einer 105, seinem 999. Century.

Dass er sich nicht einfach seinem Schicksal ergeben wollte, zeigte Robertson am Abend. Im ersten Frame der Session verschoss O'Sullivan eine lange Rote, und die Quittung war eine 120 des Australiers, obwohl er in diesem Break weitgehend auf Pink und Schwarz verzichten musste.

O'Sullivan stellte aber sofort den alten Abstand wieder her. Auch die nächsten beiden Frames teilten sich die beiden. Kurios: Im 13. Frame kam Robertson noch einmal an den Tisch, obwohl er schon sechs Snooker brauchte! Erst nach geraumer Zeit merkte er, dass er sich verrechnet hatte und gab den Frame auf. Mit 9:4 gingen die beiden Finalisten ins Interval, und nach der Pause folgte nur noch der historische Moment.

O'Sullivan fehlt nur noch ein Titel zu Hendrys Rekord

Für O'Sullivan, der in Preston sein 50. Finale bei einem Ranglisten-Turnier bestritt, war es der 35. Triumph bei einem Ranking-Event. Damit fehlt ihm nur noch ein Titel, um Stephen Hendrys Rekord einzustellen.

Durch den Sieg überholt er in der Weltrangliste Mark Williams und steht nun auf dem zweiten Platz. Damit hat er im restlichen Verlauf der Saison auch sehr gute Chancen, Mark Selby von der Spitze zu verdrängen.

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