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Snooker: Rolf-Kalb-Blog zum Jahresende - Aufregendes Duell zwischen Judd Trump und Kyren Wilson und Abschiede
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Publiziert 26/12/2024 um 16:05 GMT+1 Uhr
Sportlich hat Judd Trump das Snooker-Jahr 2024 dominiert und seine Duelle gegen Kyren Wilson versprechen, zum neuen Klassiker zu werden. Gleichzeitig galt es 2024 aber auch, Abschied zu nehmen. So starben zum Beispiel Ray Reardon und Terry Griffths. Zwei große Snookerherzen haben da aufgehört zu schlagen. In seinem Blog blickt Eurosport-Experte Rolf Kalb auf das Jahr zurück.
Tränen in den Augen, die Söhne im Arm: Wilson von Emotionen übermannt
Quelle: Eurosport
Das für mich persönlich einschneidendste Ereignis im Snooker-Jahr 2024 war natürlich mein Abschied vom Eurosport-Mikrofon nach der Weltmeisterschaft. Die Reaktionen der Kollegen, der internationalen Snookerwelt und vor allem der Fans bewegen mich heute noch tief und lassen mich demütig und dankbar zurück. Eurosport und Snooker haben mir sehr viel gegeben. Aber natürlich gab es noch Wichtigeres als einen Kommentator, der in Ruhestand gegangen ist.
Spieler des Jahres 2024 war zweifelsohne Judd Trump. Seine Führung in der Weltrangliste kommt ja nicht von ungefähr, auch wenn er den großen Vorsprung natürlich seinem Sieg in Saudi-Arabien zu verdanken hat. Fünf Titel hat er im Jahr 2024 geholt, darunter auch ganz große wie die UK Championship.
Zudem stand er auch in drei weiteren Endspielen. Vor allem aber hat er bei allen Turnieren bis auf die International Championship immer mindestens das Viertelfinale erreicht. Er überzeugt nicht nur mit seinen Titeln, sondern vor allem mit seiner Konstanz. Da kann niemand mithalten.
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Im Decider: Trump kommt nach 0:62 zurück und holt den Titel
Quelle: Eurosport
Duelle Trump gegen Wilson begeistern
Gleichzeitig deutet sich für die Zukunft ein packendes Duell an, das ja schon die letzten Monate dominiert hat: Judd Trump gegen Kyren Wilson. Der "Warrior" mag verhalten in das Jahr 2024 gestartet sein, drehte dann aber spätestens mit seinem Triumph bei der Weltmeisterschaft voll auf.
Zwei Turniere hat Wilson seitdem schon gewonnen. Das ist eine Bilanz, von der andere erstmalige Weltmeister nicht einmal hätten träumen können (schöne Grüße an Luca Brecel). Wilson hat noch nicht die Konstanz, die Trump auszeichnet, aber er gehört bei allen Turnieren zu den heißen Titelaspiranten.
Sieben Mal sind Trump und Wilson im Jahr 2024 aufeinandergetroffen. Fünf dieser Matches hat Trump gewonnen, zweimal hieß der Sieger Wilson. Aber das waren ausgerechnet Endspiele. Seine alte Schwäche, in entscheidenden Situationen nicht liefern zu können, hat Kyren Wilson endgültig überwunden.
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"Da kommt die Faust": Wilson macht Titel perfekt
Quelle: Eurosport
Neue Breite tut Snooker gut
Neben den beiden haben aber auch andere Spieler Akzente gesetzt. So lieferte Barry Hawkins zuletzt bärenstarke Leistungen ab. Wu Yize spielt eine starke Saison und erfrischt mit seinem Spiel. Lei Peifan, Tom Ford und Xiao Guodong haben ihren ersten Titel geholt. Chris Wakelin ist plötzlich zu einem Siegspieler gereift, bei dem ein Titel nicht überraschen würde. Mark Allen hat zum Jahresende noch einmal voll aufgedreht. Ich könnte noch weitere Beispiele nennen. Diese Breite tut Snooker gut und hält die Spannung aufrecht.
Ich kann mir gut vorstellen, dass wir in einigen Jahren auf 2024 als das Jahr zurückblicken werden, in dem der Abschied von den großen Drei aus der Klasse von 1992 begann. Natürlich sind Ronnie O'Sullivan, John Higgins und Mark Williams immer noch Weltklassespieler, schweben aber nicht mehr so weit über der Konkurrenz wie früher.
Von den dreien ist derzeit am ehesten noch Mark Williams siegfähig. Der hat ja immerhin das Finale bei Saudi Arabia Masters erreicht und das Champion of Champions gewonnen. Während John Higgins in den ersten fünf Monaten des Jahres immerhin noch fünf Viertelfinals erreichte, waren es in den Monaten danach nur noch zwei weitere.
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Grenzenloser Jubel bei Ford nach erstem Ranking-Turnier-Sieg
Quelle: Eurosport
O'Sullivan auf keinen Fall abschreiben
Ronnie O’Sullivan war gut in das Jahr 2024 gestartet und legte auch in der Saison 2024/25 ordentlich los. Aber seit seiner Auftakt-Niederlage bei den English Open ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Bei fünf Turnieren ist er seitdem nicht an den Start gegangen. Und bei den vier Turnieren, die er gespielt hat, waren die Ergebnisse nicht überragend.
Auch wenn das die spielerisch tiefste Krise in seiner schillernden Laufbahn sein dürfte: Abschreiben darf man "The Rocket" auf keinen Fall. Bei ihm würde es mich nicht wundern, wenn er plötzlich wieder durchstartet. Aber sicher ist das nicht.
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Watch O'Sullivan's best shots of 2024
Quelle: Eurosport
Wie immer zum Jahresende möchte ich allen Kolleginnen und Kollegen bei uns danken, die immer wieder die Faszination Snooker transportieren. Vor allem aber gilt mein Dank allen Zuschauern, Lesern und Usern. Ohne Euer Interesse und ohne Eure Treue wäre unsere Arbeit nichts wert.
Erst einmal wünsche ich aber allen ein frohes und schönes Weihnachtsfest, eine gute Zeit zum Jahreswechsel und einen guten Start in das neue Jahr. Für 2025 hoffe ich, dass zumindest einige Ihrer Wünsche in Erfüllung gehen und Sie Glück und Zufriedenheit erleben. Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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Fails, funnies and flies: Memorable snooker moments from 2024
Quelle: Eurosport
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