Riyadh Season Snooker Championship: Eurosport-Experten Kleckers und Frede diskutieren den Anreiz der Millionenprämie für das 167er-"Super Break"

Die Riyadh Season Snooker Championship lockt die Weltelite nach Saudi-Arabien und hält eine Besonderheit bereit: den Goldenen Ball. Wird er nach einem Maximum Break ebenfalls gelocht, winkt eine Rekordprämie in Millionenhöhe. Die Eurosport-Experten Felix Frede und Lukas Kleckers bewerten das Spektakel zwischen verlockendem Risiko und spieltaktischer Strategie durchaus unterschiedlich.

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Quelle: Eurosport

Die Crème de la crème der Snooker-Welt reist einmal mehr nach Saudi-Arabien, um bei der Riyadh Season Snooker Championship um Prestige und Preisgeld zu kämpfen. Das Turnier bietet nicht nur kurze Distanzen, durch die laut Eurosport-Experte Felix Frede "Überraschungen möglich und Spannung garantiert" sind, es steht auch eine spektakuläre Sonderregel im Mittelpunkt. Wer ein Maximum Break spielt und zusätzlich den Goldenen Ball (Wert: 20 Punkte) locht, sichert sich mit diesem "Super Break" von 167 Punkten eine Rekordprämie von 1.000.000 US-Dollar.
"Ich denke, der Goldene Ball motiviert die Spieler stärker, auf das Maximum Break zu gehen – selbst wenn dafür mal eine schwierigere Rote gespielt werden muss. Das macht das Spiel offensiver und spannender", sieht Frede in der Sonderregel durchaus Potenzial, hier und da ein verlockendes Extra-Risiko einzugehen. Experten-Kollege Lukas Kleckers teilt diese Einschätzung nicht: "Ich glaube nicht, dass das Risiko größer wird. Der Goldene Ball ist zwar cool, aber keiner wird dafür bewusst einen Frame riskieren. Der Fokus bleibt auf dem Framegewinn, denn auch das normale Preisgeld ist Anreiz genug – und am Ende die sicherere Option."

Zusätzlicher Ball kein Problem für die Stars

Der Sieger in der saudi-arabischen Hauptstadt streicht rund 285.000 Euro ein, für den unterlegenen Finalisten gibt es die Hälfte und selbst das Erreichen des Halbfinales wird mit 85.000 Euro noch fürstlich entlohnt – besonders, wenn man bedenkt, dass eigentlich nur zehn der ohnehin nur zwölf Teilnehmer für den Turniersieg infrage kommen. Für die beiden lokalen Amateure, die per Wildcard ins Feld kommen, "wäre schon ein einzelner Framegewinn ein Erfolg" sagt Frede.
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Quelle: Eurosport

Mit dem Goldenen Ball liegt eine Kugel mehr auf dem Tisch. Das ist für die Snooker-Profis zwar ungewöhnlich, sollte aber in Kleckers‘ Augen kein großes Problem beim Stellungsspiel geben. "Nur wenn man sich strecken muss, kann er ein Kleiderfoul provozieren", prophezeit Kleckers, der – Millionenprämie hin oder her – einen Star in Riad vermisst: Mark Selby. "Schade, dass er nicht dabei ist. Mark wirkt so stark wie lange nicht und hat gerade einen tollen Sieg beim Champion of Champions gefeiert. Leider ist er in den Monaten davor auf Platz elf in der Rangliste abgerutscht", so Kleckers. "Aber trotzdem können wir uns auf die Top10 der Welt freuen", muntert Frede seinen Experten-Kollegen auf.
Ohnehin ist klar: Die Mischung aus Weltklasse, kurzen Distanzen und dem Spannungsfeld zwischen sicherem Frame und lockendem Geldregen macht das Turnier zu einem absoluten Highlight.
Lukas Klecker und Felix Frede kommentieren alle Matches der Riyadh Season Snooker Championship in wechselnder Besetzung mit Matthias Breusch, Thomas Hein und Harry Weber live bei Eurosport 1 im Free-TV sowie live und auf Abruf im Stream bei discovery+.

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