Rolf-Kalb-Blog: Thepchaiya Un-Nooh und Ronnie O'Sullivan begeistern im Finale der World Open 2026 mit Feuerwerk

Am Ende freute sich auch Ronnie O'Sullivan für seinen und mit seinem Bezwinger aus Thailand: Thepchaiya Un-Nooh gewann das World Open 2026 im chinesischen Yushan. In einem rasanten Finale setzte sich der 40-Jährige mit 10:7 durch. Das Endspiel war ein spektakuläres Break-Festival. Un-Nooh holte damit seinen ersten Titel in einem vollen Format, nachdem er 2019 beim Shoot Out triumphiert hatte.

Maximum Break im Finale! Un-Nooh furios gegen O'Sullivan

Quelle: Eurosport

Auch mit einem Tag Abstand ist mir noch immer schwindelig. Was, bitteschön, war das denn für ein rasantes Spektakel, das sich Thepchaiya Un-Nooh und Ronnie O'Sullivan da im Finale der World Open in der selbst ernannten "Billard-Stadt" Yushan geliefert haben.
Insgesamt sieben Centuries und acht weitere Breaks von mehr als 50 Punkten haben die beiden geschafft. Höhepunkt war natürlich das Maximum Break von Un-Nooh im vorletzten Frame, die siebte 147 seiner Karriere.
Aber es waren ja nicht nur die spektakulären Breaks, die dieses hochklassige Duell geprägt haben. Auch der Verlauf war ziemlich verrückt.
Erst stürmte O'Sullivan mit 4:0 in Führung. Un-Nooh musste da schon ein Debakel befürchten. Aber es kam anders. Der Thailänder gewann die letzten fünf Frames der Session und machte aus dem 0:4 eine 5:4-Führung.

Ouvertüre für spektakuläre Session

Aber das war nur die Ouvertüre für eine noch spektakulärere zweite Session. Dabei begann die verhalten. Mit einer sehenswerten Clearance von 50 Punkten baute Un-Nooh auf Schwarz seine Führung auf 6:4 aus. Aber dann musste er auf seinem Sessel hilflos miterleben, wie O'Sullivan eine große Show lieferte.
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Brillantes Spiel: Un-Nooh zaubert im Finale gegen O'Sullivan

Quelle: Eurosport

Der Rekord-Champion spielte hintereinander Breaks von 114, 102 und 136 Punkten. Mit diesen drei Centuries in Folge holte er sich die Führung zurück. Doch wer glaubte, nun sei das Momentum auf Seiten des Engländers und der Widerstand von Un-Nooh gebrochen, sah sich getäuscht.

Un-Nooh spielt drei Centuries zum Abschluss

Nun war es nämlich Un-Nooh, der die Fans von den Sitzen riss. Mit einer 77 zum 7:7 nahm er noch langsam Anlauf, um dann förmlich zu explodieren. Im Blitztempo spielte er nacheinander Breaks von 132, 147 und 131 Punkten! Nur etwas mehr als 27 Minuten haben diese drei Frames insgesamt gedauert. Das war, gerade in dieser Situation, schier unglaublich.
Es war schön zu sehen, wie sich O'Sullivan für Thepchaiya Un-Nooh freute. Der Sieger selber wirkte auf mich in diesem ersten Moment etwas fassungslos. Aber dass er danach noch in der Arena sagte, für ihn sei ein doppelter Traum wahr geworden, das glaube ich ihm aufs Wort.
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Tolle Szene nach Finale: O'Sullivan würdigt Un-Nooh

Quelle: Eurosport

Dass seine 147 nicht reichte, um das Preisgeld für das höchste Break zu holen, kann Thepchaiya Un-Nooh dabei locker verschmerzen. Es war sowieso der höchste Zahltag seiner Karriere. Zudem löste er mit seinem Triumph noch auf den letzten Drücker das Ticket für die Tour Championship (30. März bis 5. April, live bei Eurosport und HBO Max).

O'Sullivan verlässt World Open mit Rekord

Das Preisgeld für das höchste Break ging dagegen an O'Sullivan. Der hatte ja in seinem Viertelfinale gegen Ryan Day mit einer 153 Snooker-Geschichte geschrieben. Das war das höchste Break, das jemals in einem Profi-Match gespielt wurde.
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O'Sullivan trumpft auf: Das Weltrekord-Break in voller Länge

Quelle: Eurosport

Aber nicht nur wegen der 153 war das eine gute Woche für O'Sullivan. So langsam bekommt er sein Spiel wieder zusammen. Bei seinem 6:5 im Halbfinale über Wu Yize bewies er auch Matchhärte. Auf einen Start bei der Tour Championship verzichtet er zwar, aber für die Weltmeisterschaft gibt diese Leistung Hoffnung.
Er sagte ja nach seiner Endspielniederlage, er fühle sich besser als seit langem. Bleibt zu hoffen, dass er dieses gute Gefühl bis zur WM konservieren kann.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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O'Sullivan schiebt Frust im Finale - kleiner Fausthieb auf Bande

Quelle: Eurosport


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