Ronnie O'Sullivan entdeckt seine Snooker-Liebe wieder: "Das letzte Mal, als ich es so genossen habe, war ich 14"

Ronnie O'Sullivan und das Snooker: Manchmal wirkt es so, als sei es eine Hass-Liebe. Für (selbst-)kritische Worte ist der siebenmalige Weltmeister ebenso bekannt wie für sein rasantes Spiel. Aktuell aber scheint "The Rocket" die Freude an seiner Sportart wiederentdeckt zu haben. "Das letzte Mal, als ich Snooker so genossen habe, war ich 14", sagte der Engländer zuletzt: "Ich liebe es zu spielen."

Raketenstart für "The Rocket": O'Sullivan mit Century in Frame eins

Quelle: Eurosport

Mit Blick auf seine sportlichen Resultate in der laufenden Spielzeit wirken diese Aussagen des 49-Jährigen mitunter verblüffend.
Ein Finale, geschweige denn ein Titel steht nämlich bislang nicht zu Buche. Demgegenüber aber überraschende Erstrundenniederlagen bei den English Open, dem Champion of Champions und der UK Championship. Zudem war O'Sullivan bei einigen Ranglistenturnieren gar nicht erst angetreten, darunter den Wuhan Open.
"Es ist schon seltsam", betonte der Weltranglistendritte in der vergangenen Woche - auch mit Blick auf die abgelaufene Saison. Dort habe er "furchtbar gespielt und zu Beginn des Jahres ziemlich schlecht. Aber letztes Jahr habe ich fünf Turniere gewonnen, obwohl mir das Spielen keinen Spaß gemacht hat."
Damals holte O'Sullivan unter anderem seinen fünften Titel beim Shanghai Masters. Zudem siegte er bei gleich zwei Triple-Crown-Turnieren: der UK Championship und dem Masters.
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Ronnie O'Sullivan hat seine Liebe zum Snooker wiederentdeckt.

Fotocredit: Getty Images

Spielerisch "so schlecht wie nie"

Trotz seiner beeindruckenden Ausbeute in der Vorsaison lieferte O'Sullivan, mit 41 Titeln Rekordsieger bei Ranglistenturnieren, eine vernichtende Analyse zu seiner damaligen Performance.
Auf die Frage, wie er sein Spiel auf einer Skala von eins bis zehn einstufen würde, sagte der Superstar: "Der Beginn dieser und die gesamte vergangene Saison war es vermutlich eine Vier. Wirklich schlecht. Oder eine Drei? Wahrscheinlich so schlecht wie nie."
Er habe gespielt, was er nicht als gut empfand, und dennoch fünf Turniere gewonnen. "Dann fing ich an, großartig zu spielen, und konnte kein einziges Match gewinnen. Vielleicht sollte ich lieber schlecht spielen, wenn ich Ergebnisse erzielen will", so O'Sullivan.
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Bei seinem Spiel ist Ronnie O'Sullivan oft selbstkritisch.

Fotocredit: Getty Images

Halbfinal-Aus in Riad

Sorgen hinsichtlich ausbleibender Resultate mache er sich allerdings nicht, betonte der Engländer. Er "gerate nie in Panik" und sei "auch nicht beunruhigt."
In seiner Schaffenspause, die er in der zweiten Jahreshälfte zwischenzeitlich eingelegt hatte, habe er "ein paar Dinge über das Spiel herausgefunden". Jetzt mache es ihm wieder "wirklich Spaß, ich liebe das Spiel".
Gedanken an ein Karriereende auf der Main Tour, mit dem O'Sullivan zeitweise geliebäugelt hatte, scheint er endgültig ad acta gelegt zu haben. Und wer weiß, vielleicht klappt es im neuen Jahr schon bald mit seinem ersten Saisontitel - bei der Championship League in Leicester (ab 3. Januar) oder als Titelverteidiger beim Masters in London (ab 12. Januar).
Daran erneut vorbeigeschrammt war er kurz vor Weihnachten bei der Season Snooker Championship in Riad. Im Halbfinale hatte sich O'Sullivan dem späteren Sieger Mark Allen mit 2:4 geschlagen geben müssen.
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Umkämpfter Frame: O'Sullivan gleicht gegen Pang aus

Quelle: Eurosport


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