Selby schlägt O’Sullivan, auch Trump raus, Lisowski gegen Un-Nooh rasant

Im Top-Match des Viertelfinals der Scottish Open schlug Mark Selby Ronnie O’Sullivan mit 5:4 und trifft nun in einer Wiederauflage des Finales der English Open auf David Gilbert. Das zweite Halbfinale in Glasgow bestreiten Mark Allen und Jack Lisowski. Allen setzte sich am Freitag mit 5:1 gegen Scott Donaldson durch. Lisowski schlug in einer rasanten Partie Thepchaiya Un-Nooh mit 5:3.

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Drei Centuries und seine beste Saisonleistung reichten Ronnie O’Sullivan nicht: In einem Match, in dem sich zwei Top-Spieler zu Top-Leistungen anstachelten, hatte Mark Selby das bessere Ende für sich. Lochspiel, Breakbuilding und auch die Safeties waren auf höchstem Niveau. Selby hatte das Match mit einer 120 begonnen, aber nach Breaks von 123, 113 und 111 Punkten übernahm O’Sullivan mit 3:2 erstmals die Führung. Selby zeigte sich unbeeindruckt.
Die nächsten beiden Frames teilten sich die beiden, bevor Selby dank einer 56 zum 4:4 ausglich; dabei hatte er allerdings Glück, dass Schiedsrichter Colin Humphries ein vermeintliches Foul von O’Sullivan ahndete, obwohl der Spielball Rot hauchdünn touchiert hatte. Im Decider schaffte Selby dann eine 63; O’Sullivan brauchte Snooker. Er holte auch die Foulpunkte, legte kurz darauf Selby aber unglücklich die letzte Rote vor eine Ecktasche.
Nach Ronnie O’Sullivan erwischte es auch mit Judd Trump den zweiten großen Top-Favoriten in Glasgow. Der Weltmeister war zwar mit einer 66 zum 1:0 gut gestartet, aber die 71 zum 1:1 gab David Gilbert das nötige Selbstbewusstsein: „Danach habe ich mich gut gefühlt.“ Das zeigte er auch prompt mit einer 98 und holte anschließend den vierten Frame auf Schwarz. Trump, der in diesem Match Probleme mit den langen Bällen hatte, schöpfte nach einer 101 zum 2:3 wieder Hoffnung, doch die Antwort von Gilbert war eine 142. Im siebten Frame legte Gilbert dann eine 53 vor, und Trump holte den Rückstand nicht mehr auf.

Lisowksi gegen Un-Nooh wird zum Break-Spiel

An Rasanz nicht zu überbieten war das Duell zwischen Jack Lisowski und Thepchaiya Un-Nooh. In jedem Frame gab es ein Break von mehr als 60 Punkten, in sieben Frames gar von mehr als 70 Punkten. Höhepunkt war eine 143 von Lisowski, das neue höchste Break bei den Scottish Open. Nur gut elf Minuten dauerten die Frames im Schnitt. Im achten Frame führte Un-Nooh schon mit 50:6, doch Lisowski machte mit einer Clearance von 71 Punkten den Sieg perfekt.
Mark Allen fand zunächst schwer in sein Spiel; unzufrieden war er auch darüber, dass er am Freitag das erste Match bestreiten musste, nachdem seines am Donnerstagabend das letzte war. Scott Donaldson jedoch musste sich erst an den Tisch gewöhnen, so dass Allen dank seiner Erfahrung doch noch den ersten Frame gewann. Mit einer 57 glich der letzte Schotte im Turnier dann aber aus. Ab dem dritten Frame jedoch war Allen hellwach: Mit Breaks von 62,81, 102, und 78 Punkten gewann er vier Frames in Folge. Vor allem sein Century war beeindruckend: Die erste Rote lochte er mit einem phantastischen Bogenball und machte dann aus einem kruden, verstellten Bild mehr als 100 Punkte in Serie.
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