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Drittes Finale in Folge: Shaun Murphy im Endspiel gegen Mark Williams

Drittes Finale in Folge: Shaun Murphy im Endspiel gegen Mark Williams

28/09/2019 um 17:58Aktualisiert 28/09/2019 um 18:14

Shaun Murphy erreichte bei der China Championship sein drittes Finale in Folge; zuvor hatte er auch schon bei der International Championship und dem Shanghai Masters im Endspiel gestanden. In einem phasenweise kuriosen Halbfinale setzte er sich in Guangzhou mit 6:3 gegen Mark Selby durch. Murphys Endspiel-Gegner am Sonntag ist Mark Williams, der Hossein Vafaei in einem Thriller mit 6:5 niederrang.

Titelverteidiger Mark Selby fand im Halbfinale zunächst gar nicht in sein Spiel. So ging Shaun Murphy mit einem Top-Break von 96 Punkten mit 3:0 in Führung. Dann aber spielte Selby plötzlich zwei Centuries in Folge. Im sechsten Frame hatte er dann aber Pech, als ihm bei einer spektakulären Roten auch Gelb fiel. Murphy baute so seinen Vorsprung auf 4:2 aus. Der siebte Frame war dann eine Geduldsprobe für beide Akteure und dauerte mehr als 50 Minuten. Beide Spieler bauten Fehler ein, Murphy hatte Probleme mit der Spielballkontrolle und irgendwann war dann auch das Bild auf dem Tisch so kompliziert, dass keine Breaks mehr möglich waren. Nach einem dramatischen Duell auf die Farben verkürzte Selby erneut.

Auch in der Folgezeit hatten beide immer wieder mit spielerischen Problemen zu kämpfen. Es war aber Mark Selby, der die entscheidenden Fehler machte. So verschoss er im achten Frame Schwarz vom Spot. Das ermöglichte Shaun Murphy das 5:3. Im neunten Frame hatte Selby erneut die erste Chance, doch nach 27 Punkten traf er im Pulk die falsche Rote. Murphy nutzte diese Chance trotz einiger Stellungsfehler konsequent und machte mit einer 88 den Sieg perfekt.

So schaffte es Williams ins Endspiel

Obwohl er nach eigener Einschätzung derzeit nur sein „C-Spiel“ zeigt schien Mark Williams im ersten Halbfinale einen kurzen Arbeitstag zu haben, als er mit 5:2 in Führung gegangen war. Doch Hossein Vafaei bewies im dritten Halbfinale seiner Karriere Moral und steigerte sich. So schaffte er den Ausgleich. Der verunsichert wirkende Williams vergab in dieser Phase viele Chancen.

Im elften Frame brillierte Mark Williams dann aber mit einem spektakulären Ball: Er lochte Rot, an der Seite knapp unterhalb der Mitteltasche liegend, extrem dünn in die Ecktasche. „Ich habe da einfach keine Safety gesehen“, erklärte er nach dem Match im Interview mit World Snooker: „Wenn ich den jetzt aber noch 20 Mal versuche kommt der nie.“ So aber machte er aus der unerwarteten Chance mit 91 Punkten sein höchstes Break in diesem Match und stand damit im Endspiel.

(SID)

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