Mark Allen dagegen scheiterte zum zweiten Mal in Folge im Halbfinale an Shaun Murphy. Auch in Daqing musste er sich mit 6:9 geschlagen geben. In Shanghai jetzt schaltete Murphy allerdings noch mehrere Gänge hoch und spielte nach nervösem Beginn überragend. Acht Breaks von mehr als 50 Punkten hatte der Magier schon gespielt, bevor er das Match im 13. Frame mit einer 104 beendete. Aber trotzdem: Es hätte auch erheblich enger werden können.
Zwei Schlüssel-Frames gab es, die Mark Allen eigentlich hätte gewinnen müssen. Im achten Durchgang hatte der Nordire eine 61 gespielt, bevor er Grün als Frameball verschoss. Murphy räumte die Farben ab und baute seine Führung auf 5:3 aus. Ähnlich erging es Allen im zwölften Frame; da war es ein roter Ball, den er als Frameball verschoss. Nervenstark spielte Murphy eine Clearance von 61 Punkten und holte den Frame mit einem einzigen Punkt Vorsprung. Spätestens da war der Widerstand von Allen gebrochen.
Mark Allen hatte den von beiden nervös geführten ersten Frame gewonnen. Das war allerdings das einzige Mal, dass er in Führung ging. Shaun Murphy holte die nächsten drei Durchgänge und führte nach der ersten Session bereits mit 6:3. In der zweiten Session blickte Murphy dann nicht mehr zurück und ließ Allen kaum an den Tisch. Hintereinander machte der Ex-Weltmeister Breaks von 64, 80, 61 und 104 Punkten. Im Endspiel kämpft er nun entweder gegen Ronnie O’Sullivan oder gegen Neil Robertson um den Siegerpreis von 200.000,- Pfund (etwa 225.000,- Euro).
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