Snooker-Profi David Gilbert fordert kürzere Matches und Ball-in-Hand gegen Langeweile: "Best-of-11 ist der Knaller"

Kürzere Matches und Ball-in-Hand: Geht es nach dem englischen Profi David Gilbert, sollte der Snooker-Sport konkrete Reformen umsetzen, um seine Attraktivität zu wahren. Das machte die Nummer 21 der Welt im "Talking Snooker Podcast" deutlich. Dabei schoss sich Gilbert insbesondere auf die Spieldauer ein. "Ich denke, dass das Best-of-11-Format für jedes Match der Knaller ist", sagte der 43-Jährige.

Snooker-Profi David Gilbert fordert Reformen

Fotocredit: Getty Images

Gilbert würde es begrüßen, wenn sich kürzere Matches zu einem durchgängigen Merkmal aller Turniere auf der Main Tour entwickelten. Seine Meinung: Dies verhindere die Langatmigkeit der Wettbewerbe.
"Ich glaube nicht, dass wir mehr als das spielen müssen", betonte der Engländer. Er möge die "kurzen Formate, denn Snooker ist langweilig!"
Eine Ausnahme stelle selbstverständlich die WM dar. "Man kann die Weltmeisterschaft nicht ändern, niemals", sagte Gilbert.
Dennoch möchte er auch dort den Rotstift ansetzen, und zwar bei der Qualifikation. Diese würde er "wieder auf Best-of-11 umstellen. Keiner muss Best-of-19 spielen, ich bevorzuge Best-of-11."

Bessere Chancen für Underdogs

Kürzere Matches, so die Quintessenz aus Gilberts Aussagen, kämen nicht nur der Spannung, sondern auch den Underdogs zugute.
"Wie oft sieht man bei den Heimnationen, dass ein unterklassiger Spieler die Auslosung übersteht?", fragte der Championship-League-Sieger von 2021 rhetorisch und antwortete: "Sie können bis vier gewinnen, jeder kann vier Frames lang gut spielen. Aber sie können nicht bis neun gewinnen, unmöglich."
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Quelle: Eurosport

Kritik an Foul-Regel - Vorschlag: Ball-in-Hand

Dem nicht genug. Gilbert machte noch einen weiteren Punkt aus, der ihm missfällt: das Snookern. Denn die heutigen Profis seien zu gut darin, einem Snooker zu entkommen - und dies führe zwangsläufig zu längeren Frames.
Um dem entgegenzuwirken, schlägt Gilbert vor, dass die Turniere den Ansatz des Snooker Shoot Out übernehmen sollen. Hierbei führt ein Foul zu Ball-in-Hand.
"Die Foul-Regel ist die schlechteste Regel, die ich je gesehen habe", kritisierte der einmalige Ranglistenturniersieger: "Jemanden zu snookern ist heute fast sinnlos, weil er im Grunde versucht, den Ball drei- oder viermal zu verfehlen."
Foul-Punkte seien demnach nicht genügend Strafe für unter Druck geratene Spieler: "Sie versuchen, die dünne Kante der Kugel zu erwischen, sie sicher zu berühren. Ich mache es auch so, ich verstehe es, man nutzt die Regel zu seinem Vorteil aus. Aber es ergibt keinen Sinn für einen Snooker."
Ball-in-Hand hingegen beschleunige das Spiel, so Gilbert. Die Folge: weniger langweilige Matches.
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Quelle: Eurosport


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