Ding und Trump gleichauf

Ding Junhui und Judd Trump liefern sich im WM-Halbfinale ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nachdem Ding die zweite Session dominiert hatte, kämpfte sich Trump in der dritten wieder zurück. Mit 12:12 ist die Ausgangsposition für die Entscheidung am Samstag denkbar spannend.

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Trump schien in der zweiten Session erstmals dem Druck Tribut zollen zu müssen, als aus seinem 5:3-Vorsprung ein 7:9-Rückstand gegen Ding Junhui wurde. Bis zum 7:6 schien "The Ace in the Pack" noch gut im Spiel, bis er Schwarz verschoss und Ding mit dem schwarzen Ball ausglich. In der Folge agierte Trump unkonzentrierter und handelte sich so den Rückstand ein.
Hohe Breaks und klasse Safe-Spiel
Als Ding Junhui dann auch noch den ersten Frame des Abends dank einer 64 zum 10:7 gewann drohte Judd Trump abgehängt zu werden. Doch der 21-Jährige hatte die passende Antwort parat. Mit Breaks von 61 und 71 Punkten kam er wieder zurück und ließ sich auch nicht beirren, als Ding dank einer 77 wieder zwei Frames Vorsprung hatte.
Die nächsten drei Durchgänge gingen allesamt an Judd Trump, und das mit Serien von 61, 102 und 123 Punkten. Das leistungsgerechte 12:12 schaffte Ding durch eine 87er-Clearance bis Pink in Frame 24. Damit gab es in allen acht Frames des Abends ein Break von mindestens 60 Punkten, aber zudem zeigten beide Akteure auch hochklassiges Safe-Spiel.
Williams zeitweise mit Überflieger-Snooker
John Higgins bewies in seinem Halbfinale wieder viel Wettkampfhärte, als er gegen Mark Williams einen 5:9-Rückstand noch auf 7:9 reduzierte. In der zweiten Session spielte Williams zeitweise Überflieger-Snooker. Was auch immer er anpackte – es gelang ihm. Sowohl sein Lochspiel als auch sein taktisches Spiel hielten Higgins phasenweise auf den Sessel gefesselt; wann immer der Schotte an den Tisch kam, sah er sich in einer schwierigen Situation. Unter anderem mit Centuries von 115 und 103 Punkten hatte sich Williams sein Polster von vier Frames erarbeitet.
In Frame 15 aber kämpfte sich Higgins zurück und gewann den Durchgang mit einer 40er-Clearance auf Schwarz. In Frame 16 legte Higgins dann eine 42 vor und hielt Williams anschließend immer unter Druck, so dass er weiter verkürzte und dem Rest des Matches nun gelassener entgegensehen kann.
TV-Tipp:
Wer holt sich die Snooker-Krone im Crucible Theater? Eurosport überträgt vom 16. April bis zum Finale am 2. Mai live und ausführlich von der WM aus Sheffield.
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