Snooker: Mark Selby rettet sich über die Ziellinie

Mark Selby hat im WM-Achtelfinale gerade noch einmal den Kopf aus der Schlinge gezogen und sich gegen Sam Baird mit 13:11 durchgesetzt. Der Weltranglisten-Erste siegte nur dank seiner Willensstärke, nachdem er eine 11:7-Führung verspielt hatte. Sam Baird, der zum ersten Mal in seiner Karriere über solch eine lange Distanz spielte, überzeugte mit Klugheit und mit Kampfkraft.

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In der zweiten Session hatte Mark Selby sich mit 9:7 einen Vorsprung erarbeitet. Am Abend schien er dann auf dem Weg zu einem problemlosen Sieg, als er in den ersten beiden Frames mit schnellen Breaks von 134 und 84 Punkten seine Führung auf 11:7 ausbaute. Doch dann war er nicht mehr so konzentriert, wie er hinterher zugab.
Baird schränkte mit seinem klugen Spiel die Möglichkeiten des Weltranglisten-Ersten immer mehr ein. Vier Frames in Folge gewann Baird bis zum 11:11, und mit jedem wurde der Druck für Selby sichtlich größer. Aber der Ex-Weltmeister konnte sich auf seine Nervenkraft verlassen.
Mit kleineren Breaks dominierte er den 23. Frame und legte auch im nächsten Durchgang eine 54 vor. Nachdem er die vorletzte Rote per Zufall gelocht hatte, da hätte Baird durchaus noch einmal ein Comeback schaffen können. Doch er snookerte sich selber auf Grün. Nach einem weiteren taktischen Duell schaffte es Selby dann über die Ziellinie.

McManus dreht das Match

Alan McManus hatte nach zwei Sessions gegen Ali Carter noch mit 7:9 das Nachsehen, doch der Schotte schaffte ein Comeback in der letzten Session und setzte sich mit 13:11 durch. Kicks und unkalkulierbare Bandenabschläge beeinträchtigten das Spiel der beiden. Doch während Carter damit sichtlich haderte blieb McManus ruhig und versuchte, das Beste aus der Situation zu machen. Das sollte sich auszahlen. Mit 12:10 ging McManus in Führung. Carter verkürzte zwar dank einer 100 noch einmal, doch mit Mini-Breaks dominierte der Schotte den 24. Frame.
Mark Williams hatte sich den entscheidenden Vorsprung gegen Michael Holt schon am Freitag erarbeitet; mit 10:6 führte er da und gewann am Ende mit 13:8. Auch diese beiden hatten unter den Problemen mit Tisch 1 im Crucible Theatre zu leiden. Als Reaktion darauf sollen in der Nacht zu Sonntag die Tische neu bezogen und auch die Banden erneuert werden. Holt hatte zwischenzeitlich mit Breaks von 75 und 109 Punkten auf 8:11 verkürzt, doch Williams war in der Folgezeit wieder der konstantere Spieler.

O'Sullivan unter Druck

Ronnie O’Sullivan liegt nach der ersten Session seines Achtelfinales gegen Barry Hawkins mit 3:5 hinten. Rasant begann das Match: Die ersten vier Frames dauerten nur 42 Minuten. Mit Breaks von 139, 103 und 88 Punkten war O’Sullivan mit 3:2 in Führung gegangen; Hawkins hatte in der Zeit Serien von 102 und 54 Zählern geschafft. Danach jedoch wurden die Frames umkämpfter, und da setzte sich dann jeweils Hawkins durch; so gewann er die letzten drei Frames der Session.
John Higgins ist gegen Ricky Walden mit 5:3 in Führung gegangen. Der Schotte hatte auch schon mit 4:2 geführt, doch Walden kam noch einmal heran. Mit einer 107 stellte Higgins dann aber sicher, dass er mit einem Vorsprung in die nächste Session gehen kann.
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