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Snooker-WM: Mark J. Williams holt WM-Titel gegen John Higgins
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Publiziert 07/05/2018 um 22:56 GMT+2 Uhr
Es war eines der spannendsten und dramatischsten WM-Finals der letzten Jahre, aber am Ende triumphierte Mark Williams mit 18:16 über John Higgins. 15 Jahre nach seinem letzten Triumph und ein Jahr, nachdem er schon mit Rücktritt geliebäugelt hatte, holte der Waliser den Traditionspokal damit zum dritten Mal: "Unglaublich! Vor einem Jahr hätte ich davon nicht zu träumen gewagt."
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Nach dem Finale durfte Mark Williams im Kreise seiner Familie feiern. Seine Frau Jo, die ihm vor einem Jahr den Rücktritt ausgeredet hatte, und seine drei Söhne waren an seiner Seite; die waren alle noch nicht geboren, als er seine ersten beiden Titel geholt hatte. Bevor der Waliser feiern durfte musste er aber erst einmal einer mitreißenden Aufholjagd von John Higgins trotzen. Der Schotte schien beim 14:7 für Williams schon geschlagen, aber mit großer Klasse und unbändigem Willen kam er zurück.
Higgins startet unwiderstehliches Comeback
Der Tag hatte für John Higgins denkbar schlecht begonnen. In den ersten Frames der Nachmittags-Session hatte er nur eine Lochquote von 63 Prozent. Mark Williams dagegen lochte sicher, fand bei Problemen immer eine Lösung und dominierte das Match nach Belieben. So zog er auf 14:7 davon. Geschlagen war Higgins aber noch nicht. Mit einer 67 leitete er die Wende ein, holte den nächsten Frame dank einer Clearance von 72 Punkten auf Schwarz, bevor er sich auf Maximum-Kurs machte. Da verschoss er zwar die elfte Rote, war bei 10:14 aber wieder im Match. Umso wichtiger war für Williams, dass er im letzten Frame des Nachmittags noch das 15:10 schaffte.
Am Abend startete John Higgins dann einen unwiderstehlichen Sturmlauf. Mit Breaks von 131, 67, 82 und 62 Punkten holte er fünf Frames in Folge. Zwei dieser Frames gewann er sogar erst auf Pink oder Schwarz, weil Mark Williams schon klar geführt hatte. Dabei spielte der Schotte mit einer unglaublichen Lochquote von 99 Prozent. Erst im 31. Frame konnte sich Williams wieder von dem Druck befreien. Er holte sich mit 16:15 die Führung zurück und schickte eine 100 hinterher; ein Frame fehlte nur noch zum Sieg.
Halbnackt im Badetuch zur Pressekonferenz
Doch das Drama war noch nicht vorbei. Im 33. Frame legte Mark Williams zwar eine 63 vor, verschoss aber Pink als Matchball. John Higgins konterte einmal mehr mit einer seiner gefürchteten Clearances, dieses Mal mit 65 Punkten, und machte so erneut auf Schwarz das 16:17. Im 34. Frame dann aber zog Williams sein Break durch. Seine 69 reichte am Ende zum Sieg.
Nach dem Triumph zog Mark Williams dann blank. Zu Beginn der WM gefragt, was er denn mache, wenn er den Titel hole, hatte er flapsig geantwortet, er würde nackt zur Pressekonferenz kommen. Das machte er dann auch prompt wahr: Nur mit einem umgeschlungenen Badetuch bekleidet erschien er im Presseraum des Crucible Theatre, um der schreibenden Presse Rede und Antwort zu stehen.
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