Judd Trumpläuft im Auftaktmatch gegen Tom Ford Rückstand hinterher

Weltmeister Judd Trump hat in seinem Auftaktmatch bei der WM 2020 einen holprigen Start hingelegt. Die Nummer eins der Welt liegt nach der ersten Session mit 4:5 gegen Tom Ford hinten, konnte dabei aber zumindest Schadensbegrenzung betreiben. Im Parallelspiel führt Masters-Champion Stuart Bingham in einem unterdurchschnittlichen Match gegen Crucible-Neuling Ashley Carty knapp mit 5:4.

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Ford legte in Sheffield zum Auftakt los wie die Feuerwehr. Der 36-Jährige war im ersten Frame auf Maximum-Kurs, verschoss dann allerdings die 13. Schwarze. Auch in der Folge blieb Ford der spielbestimmende Akteur und holte sich auch die nächsten beiden Durchgänge, Frame drei schnappte er sich auf Schwarz.
Trump, der ungewohnt viele lange Einsteiger verschoss, zeigte im vierten Frame erstmals sein Können. Der 30-Jährige holte sich bei seiner Mission Titelverteidigung seinen ersten Frame.
Nach dem Interval verkürzte Trump zunächst weiter, doch Ford antwortete mit einer Total Clearance von 140 Punkten, seinem erst zweiten Century Break seiner Karriere bei der WM.
Ford zog gar auf 5:2 davon und hatte Chancen, seine Führung weiter auszubauen. Trump allerdings kämpfte sich zurück in die Partie und holte die letzten beiden Durchgänge der ersten Session. So betrieb der Weltmeister Schadensbegrenzung.
Bereits im vergangenen Jahr stand Trump in der ersten Runde vor dem Aus. Damals drehte der Engländer einen 3:6-Rückstand gegen Thepchaiya Un-Nooh noch in einen 10:9-Sieg. Am Ende wurde er Weltmeister.

Bingham tut sich schwer mit Carty

Im zweiten Spiel tat sich Stuart Bingham, Weltmeister von 2015, gegen den WM-Debütanten Ashley Carty schwer. Trotz einer 3:1-Führung bekam Bingham nie die Kontrolle über das Spiel und machte viele leichte Fehler.
Carty fand besonders nach dem Interval immer besser in die Partie und verkürzte, unter anderem dank einer 118 im siebten Frame, seinem ersten Century Break im Crucible, auf 4:5.
Am Rande der WM kündigte die World Snooker Tour (WST) an, dass am Samstag keine Zuschauer mehr in Sheffield zugelassen werden. Hintergrund ist die Ankündigung der britischen Regierung um Premierminister Boris Johnson, dass aufgrund der steigenden Corona-Zahlen in Großbritannien auch keine Fans bei Pilotprojekten mehr zugelassen werden.
"Uns ist klar, dass dies eine große Enttäuschung für die Fans sein wird, die sich darauf gefreut haben, die Magie des Crucible in den nächsten zwei Wochen zu erleben, und wir fühlen uns selbst genauso", sagte der WST-Vorsitzende Barry Hearn. Die WST kündigte zudem an, alle Maßnahmen der Regierung zu befolgen, und hofft, dass wenigstens zum WM-Finale (15./16. August) Zuschauer zugelassen werden.
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