Snooker-Weltmeister Kyren Wilson will Geschichte schreiben: Titelverteidigung nach erstem Coup im Crucible Theatre?
VonLukas Fegers
Publiziert 03/01/2025 um 14:57 GMT+1 Uhr
Größer könnten die Neujahrsvorsätze für Kyren Wilson nicht sein: Der amtierende WM-Champion möchte nicht nur "die Nummer eins der Welt werden", sondern auch Snooker-Geschichte im Crucible Theatre schreiben. Das sagte der 33-Jährige im Gespräch mit der "South China Morning Post". Der Engländer zeigt sich fest entschlossen, in der zweiten Saisonhälfte an seinem Landsmann Judd Trump vorbeizuziehen.
Karriere-Century Nummer 471: Wilson weist Williams in Schranken
Quelle: Eurosport
"Beim Saudi Arabia Masters war ich ein Spiel davon entfernt, es zu erreichen", betonte Wilson mit Blick auf die Weltrangliste, in der er aktuell auf Position zwei geführt wird.
In Riad war er Anfang September im Achtelfinale an Jimmy Robertson (4:6) gescheitert, während sich Trump im Endspiel gegen Mark Williams (10:9) durchsetze und seine Spitzenposition festigte. "Ich war so nah dran, aber ich bin sicher, dass es kommen wird", erklärte Wilson selbstbewusst.
Nicht nur nah dran war "The Warrior" hingegen im vergangenen Jahr bei der WM in Sheffield. Dort hatte sich Wilson erstmals in seiner Karriere zum Weltmeister gekrönt.
Nun will er in wenigen Monaten seinen Titel verteidigen - und damit Historisches im altehrwürdigen Crucible Theatre erreichen.
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Kyren Wilson will Crucible-Geschichte schreiben.
Fotocredit: Getty Images
Macht es Wilson besser als O'Sullivan?
Seit dem Umzug der WM im Jahr 1977 nach Sheffield ist es nämlich noch keinem Snooker-Profi gelungen, nach dem ersten Crucible-Coup auch im Folgejahr zu triumphieren. Nicht einmal den beiden Crucible-Rekordweltmeistern Ronnie O'Sullivan und Stephen Hendry (je sieben Titel).
"Niemand hat es zum ersten Mal gewonnen und seinen Titel (im Crucible, d. Red.) verteidigt. Das ist also definitiv etwas, das ich gerne erreichen würde", kündigte Wilson jetzt an.
Der Letzte, dem das Kunststück gelang, seinem ersten WM-Erfolg direkt den zweiten folgen zu lassen, war einer der bedeutendsten Spieler der Nachkriegszeit: John Pulman.
Dieser hatte 1964 in der Londoner Burroughes Hall gewonnen - allerdings erst sieben Jahre nach seinem Debütsieg. Der Grund? In der Zwischenzeit hatte ein Mangel an Sponsoren, Preisgeldern und öffentlichem Interesse dazu geführt, dass die Weltmeisterschaft vorübergehend nicht mehr ausgetragen worden war.
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"Da kommt die Faust": Wilson macht Titel perfekt
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