Snooker-WM - Rolf-Kalb-Blog: Die Chancen von Mark Allen, Luca Brecel und anderen - bei wem platzt der Knoten ausgerechnet im Crucible?

Das Kribbeln wird immer stärker. Es dauert nur noch wenige Tage, bis die 17-tägige Extravaganza namens Snooker-Weltmeisterschaft im Crucible Theatre von Sheffield beginnt. Sicher ist im Vorfeld nur eines: Angesichts des breiten Favoritenkreises wird es spannend werden. In einem weiteren aktuellen Blog wirft Eurosport-Experte Rolf Kalb einen Blick auf die Chancen weiterer Top-16-Spieler.

Luca Brecel

Fotocredit: Eurosport

Über die Chancen von Kyren Wilson, Judd Trump, Ronnie O'Sullivan und Co hatte ich ja schon in meinem letzten Blog geschrieben. Aber wer zu den derzeit besten 16 Spielern auf der Welt gehört und damit automatisch für die WM-Endrunde gesetzt ist, der rechnet sich natürlich auch Chancen aus.
Einer, bei dem man schon lange darauf wartet, dass der Knoten endlich auch im Crucible Theatre platzt, ist Mark Allen. Der nordirische Hitzkopf führte nach der WM ja sogar kurzfristig die Weltrangliste an. Mittlerweile ist er aber auf Platz acht abgerutscht.
Die erste Hälfte der Saison war für Allen noch okay. Seit seinem Sieg bei dem Spektakel mit dem goldenen Ball in Riad und seiner Halbfinal-Teilnahme beim Masters ist dann aber nichts mehr gekommen. Spätestens in Runde zwei war Schluss.
Aber vielleicht hilft es ihm ja, dass er ohne große Erwartungen in die WM gehen kann. Die langen Distanzen liegen ihm auf jeden Fall.
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Page schreibt Snooker-Geschichte: Zwei 147er-Breaks in einem Spiel

Quelle: Eurosport

Luca Brecel wieder da

Sogar einen Platz vor Allen findet sich in der Setzliste Luca Brecel, der Weltmeister von 2023. Vor zwei Jahren überraschte und faszinierte der Belgier mit seinem spektakulären Spiel. Es folgte aber eine Seuchen-Saison und ein ebenfalls spektakulärer Absturz.
In der aktuellen Saison hat sich Luca Brecel zum Glück aber wieder gefangen. Zwar landete er noch keinen ganz großen Erfolg, aber die Halbfinal-Teilnahme bei den Welsh Open zeigte, dass man ihn wieder auf dem Schirm haben muss. Allerdings hat er seit Mitte Februar kein Wettkampf-Match mehr bestritten. Wie sich diese lange Pause auswirkt, bleibt abzuwarten.
Dass Shaun Murphy und Neil Robertson ernsthafte Titelaspiranten sind, hatte ich ja schon in meinem letzten Blog geschrieben. Auch Ding Junhui und Barry Hawkins darf man nicht abschreiben.
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Brecel versenkt Braun spektakulär bei Masters-Auftakt

Quelle: Eurosport

Was ist mit Jak Jones?

Was ist eigentlich mit Jak Jones, dem Vorjahres-Finalisten? Dass er vor einem Jahr das Endspiel erreicht hat, war für mich eine größere Überraschung als der Titelgewinn von Kyren Wilson. In dieser Saison hat er zwar das Viertelfinale bei den British Open erreicht, zuletzt scheiterte er aber meist in der zweiten oder dritten Runde. Einen ähnlich sensationellen Sturmlauf wie im Vorjahr sehe ich ihm nicht.
Dagegen spielt Xiao Guodong die Saison seines Lebens. Er mag ein Spätstarter sein, aber er hat bewiesen, dass man mit ihm rechnen muss. Nach seinen Erfolgen in dieser Saison steht er auch nicht mehr so sehr unter Druck. Das sind eigentlich gute Voraussetzungen.
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Snooker - World Open - Round 01 - end match Jones's remontada against Guodong

Quelle: Eurosport

Gute Voraussetzungen bring auch Si Jiahui mit. 2023 verpasste er das Finale ja nur denkbar knapp. In dieser Saison blitzte sein Talent immer wieder auf. Dass er für die Tour Championship qualifiziert war, das war ja kein Zufall. Er ist allerdings noch immer ein Rohdiamant, die Konstanz fehlt ihm noch.
Fehlende Konstanz ist auch das Problem von Zhang Anda. Der ist außerdem bei der WM noch nie über die erste Hauptrunde hinausgekommen.
Zwar bin ich bei den meisten, über die ich hier geschrieben habe, skeptisch in Bezug auf ihre WM-Chancen, aber vielleicht überrascht mich einer ja. Mich würde es freuen. Und nicht zu vergessen: Jede Weltmeisterschaft entwickelt ihre eigene Dynamik.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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Higgins krönt Comeback im Finale mit Total Clearance gegen Selby

Quelle: Eurosport


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