Snooker-WM 2025: Ronnie O'Sullivan fürchtete Zusammenbruch nach Comeback im Crucible - Siebenfacher Weltmeister über Auftaktmatch

Der Auftakt ist geschafft: Ronnie O'Sullivan hat seine erste Partie bei der Snooker-WM im Crucible mit 10:4 gegen Ali Carter gewonnen. Sein erster Sieg nach einer dreimonatigen Pause. Der siebenfache Weltmeister hatte vor dem Comeback große Sorgen über sein Spiel und seinen mentalen Zustand. Es lief nicht alles perfekt gegen Carter, aber seine zweite Session erinnerte an den "alten" O'Sullivan.

O’Sullivan erklärt lange Pause: "Hatte Angst den Ball zu stoßen"

Quelle: Eurosport

"Ich dachte, 'was mache ich hier, mich so bloßzustellen, möglicherweise zu implodieren, einen Zusammenbruch erleiden?' All das ging mir durch den Kopf", sagte er nach dem Match. "Ich habe davon meinem Sportpsychologen Steve Peters erzählt und er sagte: 'Ich komme - ich bringe dich durch das erste Match.'"
Das klappte - nach einer ausgeglichenen ersten Session ließ der 49-Jährige Carter am Folgetag keine Chance und gewann fünf Frames in Serie und beeindruckte auch den Gegner: "Er ist einfach ein Ausnahmetalent. Es sieht aus, als wäre er in einer guten Verfassung. Dann ist er der Mann, den es zu schlagen gilt."
Für O'Sullivan war sein Auftritt generell wichtiger als das Ergebnis am Ende. Im Crucible zu spielen war eine echte Hürde für den Engländer nach mentalen Problemen, seine Teilnahme hielt er sich bis zuletzt offen.
"Ich hatte Angst hierherzukommen und zu spielen. Die Arena ist ohnehin einschüchternd, aber es geht darum, sich wieder aufs Rad zu setzen und zu spielen und ich bin sehr stolz, dass ich das getan habe."

Der Turnierbaum verspricht gute Chancen für O'Sullivan

Noch vor der WM klagte O'Sullivan über massive Probleme mit seinem Spiel und regelrechte Blockaden. Die habe er nun gemeinsam mit Peters besser im Griff. "Selbst wenn ich verloren hätte, wäre es egal gewesen", sagte der siebenfache Weltmeister. "Ich habe den Durchbruch geschafft, aber es ist immer noch Arbeit zu erledigen."
Bei der WM ist seine nächste Hürde der chinesische Qualifikant Pang Junxu. Auf O'Sullivans Hälfte des Turnierbaums sind einige gesetzte Spieler bereits ausgeschieden, darunter Titelverteidiger Kyren Wilson, Neil Robertson und Vorjahresfinalist Jak Jones.
Allzu hohe Erwartungen hat "The Rocket" aber nicht: "Ich habe keinen Druck verspürt. Normalerweise spüre ich den Druck mehr, wenn ich einigermaßen gut zum Auftakt gespielt habe, weil es eine Chance bietet weit zu kommen. Aber diesmal habe ich einfacht nicht erwartet, viel auszurichten."
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Highlights: O'Sullivan mit fabelhafter zweiter Session gegen Carter

Quelle: Eurosport


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