Snooker-WM 2025 - Ronnie O'Sullivan reagiert nach Halbfinal-Niederlage gegen Zhao Xintong im Crucible Theatre: "Man fühlt sich da draußen hilflos"
Ronnie O'Sullivan ist auf dem Weg zum angepeilten achten WM-Titel spektakulär im Halbfinale gescheitert. Er habe "so wenig Selbstvertrauen wie noch nie", gab der Snooker-Star nach dem 7:17 gegen Zhao Xintong im Crucible Theatre zu. Was die Pleite in Sheffield so bitter machte: O'Sullivan verlor die zweite Session mit 0:8 und stand bereits nach drei von vier möglichen Sessions als Verlierer fest.
Highlights: Amateur Zhao demontiert Legende O'Sullivan
Quelle: Eurosport
Ronnie O'Sullivan machte keinen Hehl aus seinem Frust. "Ich war wirklich enttäuscht, dass ich nichts tun konnte", erklärte der Engländer gegenüber Eurosport-Partner "TNT Sports".
Dabei sah es zunächst, zumindest ergebnistechnisch, gut aus. O'Sullivan führte mit 4:3, ging kurz darauf bei 4:4 in die erste Pause.
Was dann folgte, war wohl einer der schwächsten Sessions in der Karriere des siebenmaligen Weltmeisters. Alle acht Frames gingen an Zhao Xintong, O'Sullivan geriet mit 4:12 ins Hintertreffen und schied in der dritten Session schließlich aus.
"Man fühlt sich da draußen hilflos", bekannte der 49-Jährige. Ihm sei klar gewesen, dass die Fans im Crucible Theatre ihn gerne besser spielen gesehen hätten. "Sie wollen, dass man gut abschneidet, und man möchte wirklich das tun, was man in der Vergangenheit gezeigt hat."
O'Sullivans Plan für die Zukunft? "Weiß es wirklich nicht"
Dies gelang dem Superstar der Szene, dessen WM-Teilnahme lange auf der Kippe stand, überhaupt nicht. "Ein bisschen traurig" sei das schon, räumte O'Sullivan ein. "Ich dachte, es würde ewig so weitergehen - dass ich all die Jahre die Fans hinter mir habe und in der Lage bin, meine Leistung zu bringen."
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Vielleicht, so der Ausnahmeprofi, habe er "das Spiel in vielerlei Hinsicht als selbstverständlich hingenommen und gar nicht gemerkt, wie sehr ich es unter Kontrolle hatte".
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O'Sullivan hadert: "Ich hatte noch nie so wenig Selbstvertrauen"
Quelle: Eurosport
Ob es je wieder dazu kommen und wie es mit der Laufbahn weitergeht? "Ich weiß es nicht wirklich, um ehrlich zu sein", gab sich O'Sullivan nicht zum ersten Mal sehr zurückhaltend im Hinblick auf seine Zukunft.
Immerhin: Er sei nun "wahrscheinlich ein wenig stolzer auf das, was ich in meiner Karriere erreicht habe. Denn wenn man so einen Kampf durchmacht, fängt man an, zu schätzen, wie es war, als es einem ziemlich gut ging."
Zhao erster Weltmeister aus Asien?
Ziemlich gut läuft es indes für Zhao. Der 28-jährige Chinese bekommt es im Endspiel mit dem Sieger des Halbfinals zwischen Judd Trump und Mark Williams zu tun. Bei einem Sieg wäre Zhao der erste Snooker-Weltmeister, der aus Asien kommt - und der dritte nach Neil Robertson (AUS) und Luca Brecel (BEL), der nicht aus Großbritannien und Irland stammt.
Zhao wurde im Jahr 2023 aufgrund illegaler Ergebnisabsprachen, das sogenannte Match-Fixing, durch die World Professional Billiards and Snooker Association (WPBSA) bis 1. September 2024 suspendiert. Bei der WM 2025 ist der Chinese daher als Amateur am Start. Erst für die Saison 2025/26 erhielt Zhao eine neue Tourkarte und firmiert dann wieder offiziell als Profi.
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Mit Wucht und Präzision: O'Sullivan pottet Pink stark
Quelle: Eurosport
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