Snooker-WM: Stuart Bingham scheitert am Judgement Day an Matthew Stevens - Youngster überraschen in der Qualifikation

Stuart Bingham hat die Qualifikation für die Snooker-WM 2026 am Judgement Day erneut verpasst. Der an 17 gesetzte 49-Jährige verlor in der 4. Quali-Runde gegen den Waliser Matthew Stevens 7:10 und verpasste somit wie in den vergangenen beiden Jahren schon den Sprung ins Crucible Theater. Erstmals im Hauptfeld stehen derweil die Engländer Liam Pullen und Stan Moody sowie der Pole Antoni Kowalski.

Stevens sauer: Waliser bringt sich selbst in schwierige Situation

Quelle: Eurosport

Der 20 Jahre alte Pullen setzte sich 10:8 gegen den Thailänder Noppon Saengkham durch, verpasste dabei aber eine mögliches Maximum Break, als er die 14. Schwarze nicht lochen konnte und so bei 105 hängen blieb. Eine 147 hätte ihm 147.000 Pfund Prämie beschert, die es für zwei über die Saison bei Major-Events erzielte Maximums gibt.
Dramatisch war der Spielverlauf zwischen den Youngstern Jiang Jun (20) und Moody (19) - der Engländer siegte mit drei Centuries in den letzten sechs Frames im Decider (10:9). Kurios: Am Vortag war Moody wegen eines Virusinfekts noch im Krankenhaus gewesen, er entließ sich aber selbst und spielte unter Antibiotika. Der 19-Jährige wird damit der jüngste britische Crucible-Debütant seit dem damals 17 Jahre alten Judd Trump 2007.
Wie Moody und Pullen erstmals in der WM-Hauptrunde antreten darf der Pole Kowalski, der sich auch ohne Century Break gegen Jamie Jones (Wales) 10:8 durchsetzte und danach in Tränen aufgelöst war. "Ich weine eigentlich nie, aber das zeigt, wie viel mir dieser Sieg bedeutet", sagte der Pole, der bei einer Niederlage seine Tourkarte verloren hätte.
Seine fünfte Teilnahme im Crucible Theater von Sheffield in Folge perfekt machte indes der Iraner Hossein Vafaei, der nach 1:4 Rückstand gegen Gao Yang gleich neun Frames in Folge gewann (10:4). "Er ist so ein Talent, wir trainieren fast täglich zusammen", lobte Vafaei sein Gegenüber: "Ich kämpfe hier auch für mein Land. Wieder im Crucible zu stehen, ist fantastisch.

Ex-WM-Finalist Stevens "kann es noch ein bisschen"

Ex-Weltmeister Bingham (er gewann die WM 2015) lag gegen den zweifachen WM-Zweiten Stevens schnell 0:3 zurück, konnte die Partie aber bis 5:5 offen gestalten. Mit vier Framegewinnen in Folge sorgte der Waliser dann jedoch für die Vorentscheidung.
Stevens war 2000 und 2005 im WM-Finale gestanden, verlor jedoch gegen Mark Williams bzw. Shaun Murphy mit jeweils 16:18 zweimal denkbar knapp. Im Ranking wird er aktuell nur an Platz 48 geführt, zuletzt nahm er 2022 an der WM teil.
"Ich kann es noch ein bisschen, was ich heute bewiesen habe, und das macht mich glücklich", sagte der Waliser: "Ich habe relaxt gespielt und Stuart war nicht in Bestform, sonst hätte er mich geschlagen."
Am Mittwoch werden im English Institute of Sport in Sheffield am zweiten Judgement Day die letzten acht Tickets für die WM vergeben (ab 12:00 Uhr live bei HBO Max).
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"Großartig!" Bingyu gelingt Maximum Break gegen Brecel

Quelle: Eurosport


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