Snooker-WM 2026: Ronnie O'Sullivan exklusiv vor Auftaktmatch im Crucible - "Neige dazu, dass mir langweilig wird"
VonJan Zesewitz
Update 21/04/2026 um 15:50 GMT+2 Uhr
Mit sieben Weltmeistertiteln ist Ronnie O'Sullivan gemeinsam mit Stephen Hendry der Rekordsieger beim Snooker-Jahreshöhepunkt im Crucible in Sheffield. Der 50-Jährige gab im Exklusiv-Interview mit Eurosport zu, dass er vor der WM 2026 einen anderen Ansatz wählte als in der Vergangenheit - und längst nicht mehr die gleiche Verbissenheit an den Tag legt wie früher. Erfolgreich will er dennoch sein.
"Bin schnell gelangweilt": O'Sullivans ungewöhnliche WM-Vorbereitung
Quelle: Eurosport
"Ich habe nicht so viel gespielt, denn ich neige dazu, dass mir ein bisschen langweilig wird", erklärte O'Sullivan im Interview. "Deshalb gehe ich es schrittweise an: Ich trainiere eine Weile und mache dann eine Pause, denn ich möchte das Spiel weiterhin genießen und nicht das Gefühl haben, es nur um seiner selbst willen zu tun."
"The Rocket" steigt am Dienstag ab 15:30 Uhr (live auf Eurosport und HBO Max) in die WM ein. Sein Gegner zum Auftakt ist der Chinese He Guoqiang.
O'Sullivan hat zwar seit mehr als zwei Jahren keinen Turniersieg mehr feiern können, bewies zuletzt aber aufstrebende Form. Im Viertelfinale der World Open spielte er gegen Ryan Day ein Break mit 153 Punkten - ein Weltrekord, der nach einem Foul seines Gegners möglich wurde.
"Es ist eine andere Art der Vorbereitung, aber ich hoffe trotzdem, irgendwann im Laufe des Jahres in Form zu kommen und vielleicht ein oder zwei gute Ergebnisse zu erzielen, aber ich bin nicht mehr so unerbittlich wie früher", erklärte der Engländer sein Mindset vor dem Saison-Höhepunkt.
O'Sullivan: "Man muss unter Druck die Nerven behalten"
Entscheidend werden im Crucible ohnehin andere Attribute als Trainingsfleiß sein, glaubt er: "Unter dem Strich kann man so viel trainieren und sich vorbereiten, wie man will, alles richtig machen und trotzdem nicht gut abschneiden, weil man mit den großen Anlässen einfach nicht so gut umgehen kann", sagte O’Sullivan.
Das macht auch den aktuell Zwölften der Weltrangliste zu einem Mitfavoriten bei der WM - der 50-Jährige hat seine Nervenstärke schon während unzähliger Gelegenheiten bewiesen.
"Man muss in der Lage sein, unter Druck die Nerven zu behalten, und deshalb gewinnen manche Leute die großen Turniere öfter als andere", erklärte O'Sullivan. "Es liegt nicht daran, dass sie mehr trainieren oder etwas Besonderes tun. Manche Leute kommen mit größeren Anlässen einfach besser zurecht als andere.”
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Quelle: Eurosport
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