British Open: Shaun Murphy gelingt beinahe Comeback mit zwei Queues gegen John Higgins - Eurosport-Experte erstaunt

Shaun Murphy verblüfft die Fachwelt: Kürzlich hatte er erwähnt, er könne sich vorstellen, in Zukunft verschiedene Queues einzusetzen, je nach Bedarf. Gesagt, getan: Beim Stand von 0:3 im Match gegen John Higgins bei den British Open klappte er seinen Koffer auf, holte ein zweites Spielgerät heraus, wirkte anschließend wie verwandelt und gewann im Handumdrehen zwei Frames zum 2:3.

82 zum Abschluss: Higgins wehrt Murphy-Comeback ab

Quelle: Eurosport

Eurosport-Experte Lukas Kleckers war im Live-Kommentar höchst erstaunt: Er habe es "noch nie erlebt, dass jemand mitten im Match sein Queue wechselt". Es dauere normalerweise Monate, sich umzustellen.
Murphys Comeback blieb unvollendet, denn John Higgins gewann das schwer unterhaltsame Match am Ende in souveräner Manier mit 4:2.
Der Schotte war auch mit einem neuen Queue unterwegs - allerdings zwangsweise. Bei der Rückreise vom Saudi Masters war Wasser in das Container eingedrungen und hatte das gute Stück zur "Banane" verbogen.
Higgins erhielt sich mit dem Sieg die Chance auf die sofortige Rückkehr in die Top 16. Er war nach über 29 Jahren durch das 3:4-im Achtelfinale der English Open gegen Mark Allen erstmals aus dem Elite-Feld der Rangliste herausgefallen.
picture

Mit viel Gefühl: Thor wirft Robertson raus

Quelle: Eurosport

Der Snooker-Queue - Das beste Stück

Für Snookerspieler ist das eigene Queue wie ein zusätzliches Körperteil: Man hat es in der Regel lebenslang, es wird nach allen Regeln der Kunst gepflegt, und die Profis zittern bei jeder Flugreise aufs neue, ob es auch unfallfrei auf dem Gepäckband landet oder bei den Airlines nicht verloren geht.
Luca Brecel war lange auf der Suche nach dem Queue, mit dem er den WM-Titel 2023 gewonnen hatte, und kürzlich erlebte Matt Selt einen Alptraum, als er sein bestes Stück nach der Anreise zum Saudi Masters auf dem Flughafen in Riad in Trümmern aus dem Koffer zog.
picture

Bei Niederlage gegen Selby: Yuan mit 97. Century-Break

Quelle: Eurosport

2018 sorgte Luca Brecel vor dem Masters-Achtelfinale für große Augen bei seinem Gegner Mark Allen, als er den Londoner Alexandra Palace mit zwei Queues in der Hand betrat.
Allen vermutete sogar zunächst argwöhnisch, der Belgier habe ihn mit Psycho-Tricks beeinflussen wollen. Nach dem 6:3 war der Nordire wieder entspannt, denn Brecel war sich tatsächlich nicht sicher, mit welchem Holz er sich wohler fühlen würde.

Hendry legt sich mit Williams an

Erst in den letzten Tagen hatte ein hartes Wortgefecht zwischen Mark Williams und Stephen Hendry zum Thema Materialwahl gegeben. Der siebenfache Ex-Weltmeister und TV-Analyst kritisierte den Waliser für dessen Entscheidung, sein Queue zu wechseln und sogar noch seine Fans auf "X" darüber abstimmen zu lassen, ob er das alte Queue behalten oder mit dem neuen spielen solle.
Nach Williams' 1:4-Niederlagen gegen Ben Woollaston (English Open) und Rory Thor (British Open) sagte Hendry auf "ITV4": "Das war eine sehr, sehr schlechte Performance. Ich hoffe, er ist gut dafür bezahlt worden, denn es wird seine Saison entgleisen lassen. Er wird brauchen, um sich damit einzuspielen. Der Klang beim Stoß war grässlich, und sein Spiel war schauderhaft. Das ist richtig, richtig übel."
Williams antwortete auf "X": "Entgleiste Saison? Was für ein A****. Meine Saison ist schon jetzt bestens." Er bezog sich dabei auf seinen Finaleinzug beim Saudi Masters, der ihn auf Platz sieben der Weltrangliste vorrücken ließ.
picture

"Teures Ticket": Robertson patzt im Decider und verliert

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung