Snooker-Star Shaun Murphy fühlt nach Einbruch bei den French Open mit Jannik Sinner: "Man ist ganz allein da draußen"
Publiziert 29/05/2026 um 18:12 GMT+2 Uhr
Bei den French Open ist Jannik Sinner in der Hitze von Paris in Runde zwei ausgeschieden. Wie sich der Tennis-Weltranglistenerste nach dieser Niederlage fühlt, kann ein Snooker-Star nachvollziehen. Für den Engländer Shaun Murphy gebe es viele Gemeinsamkeiten zwischen Tennis und Snooker, allen voran, dass die Sportler "ganz auf sich allein gestellt" seien und mental Stärke beweisen müssten.
Snooker: Shaun Murphy im WM-Finale 2026 gegen Wu Yize
Fotocredit: Getty Images
Shaun Murphy weiß, wie es sich anfühlt, ganz oben zu stehen. Der 43-jährige Engländer wurde 2005 Snooker-Weltmeister, er gewann die UK Championship (2008) und das Masters (2015, 2025), also die "Triple Crown", eine der höchsten Auszeichnungen des Sports.
Aus diesem Grund glaubt Murphy zu wissen, wie es Jannik Sinner geht. Die Nummer eins der Tennis-Welt schied in seinem Zweitrunden-Match der French Open völlig überraschend gegen den Argentinier Juan Manuel Cherúndolo aus.
Laut dem Snooker-Spieler gebe es einige Ähnlichkeiten zwischen beiden Sportarten. "Natürlich gibt es einen Unterschied in der körperlichen Belastung, aber es ist eine der wenigen Sportarten, bei denen man da draußen wirklich ganz auf sich allein gestellt ist", sagte Murphy im Gespräch mit "TNT Sports".
Murphy weiter: "Da bist nur du und die Gedanken in deinem Kopf, und man kann tatsächlich sehen, wie sich das Spiel verändert."
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Murphy beschreibt "Dämonen im Kopf"
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So erklärt Sinner sein überraschendes Aus in Paris
Quelle: Eurosport
Der 43-Jährige, der 2005 die Snooker-WM gewann, habe das auch bei Sinner beobachten können. "Wenn du da draußen auf dem Platz bist, bist du auf dich allein gestellt. Wenn wir da draußen in der Grube sind, im Crucible oder bei den Masters oder wo auch immer, bist du da draußen auch auf dich allein gestellt", erklärte Murphy.
Die mentale Komponente sei dabei nicht zu vernachlässigen. "Du hast einfach diese Dämonen im Kopf, und wenn du einen Schlag verpasst, denkst du: Oh, das hätte ich nicht tun sollen. Und dann verpasst du noch einen."
Sinner führte gegen Cherúndolo schon 6:3, 6:2, 5:1, brach dann aber hitzebedingt ein und konnte sich nicht mehr erholen. "Ich werde hier nicht sitzen und Jannik Sinner kritisieren", sagte Murphy: "Das wäre lächerlich, aber man konnte es sehen, wie sein Spiel anfing, sich zu verschlechtern. Da gewinnt der Gegner natürlich an Selbstvertrauen."
Wie im Snooker kämen die ganz großen Spiele auch im Tennis nur "drei, vier Mal im Jahr vor. Es ist schwierig, im richtigen Moment sein bestes Spiel zu zeigen". Sinners nächste große Chance ist das Wimbledon-Turnier (29. Juni bis 12. Juli).
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