Maguire und Murphy lieferten sich eine Partie auf höchstem Niveau, die immer spannend blieb. Murphy hatte den ersten Frame gewonnen, aber dann übernahm Maguire dank Breaks von 105 und 84 Punkten die Führung. Im vierten Frame reichte dem Schotten eine 55 allerdings nicht; Murphy fing ihn noch auf Schwarz ab.
Nach dem Interval ging das Kopf-an-Kopf-Rennen weiter. Mit 4:3 übernahm Murphy zum zweiten Mal im Match die Führung und schien alle Trümpfe in der Hand zu halten. Doch mit einer 90 erzwang Maguire den neunten Frame.
Ausgerechnet im Decider verschoss Murphy eine schwere lange Rote; dabei hatte er bei den langen Bällen zuvor immer sehr sicher getroffen. Das sollte Murphys letzte Aktion im Match bleiben. Maguire nutzte die Chance und räumte den Tisch mit 133 Punkten komplett ab.
Welsh Open
Unterhaltungsikone als Vorbild: O'Sullivan will noch lange spielen
17/02/2021 AM 11:12

Brillant! Maguire glänzt mit tollem Century Break gegen Murphy

Welsh Open: Selby scheitert im Decider

Jordan Brown steht zum ersten Mal im Halbfinale eines Ranglisten-Turnieres. Das Ende der Begegnung gegen Selby war dramatisch: Im entscheidenden Frame fiel die Entscheidung auf die letzte Schwarze, nachdem Selby bereits Snooker benötigte und die Foulpunkte auf Blau geholt hatte. Selby versuchte, Schwarz auf die Mitte zu lochen, doch er bekam einen Kick dabei. So lochte Brown Schwarz und fordert in der Vorschlussrunde nun Maguire.
Der Nordire hatte den besseren Start erwischt. Mit einer 105 holte er den ersten Frame und führte nach weiteren Breaks von 55 und 63 Punkten zum Interval mit 3:1.
Unmittelbar nach der Pause schlug Selby aber zurück: Er gewann den fünften Frame auf eine Re-spotted Black, obwohl er auch da schon Snooker gebraucht hatte. Mit einer 97 glich er dann sogar zum 3:3 aus. Brown holte sich zwar die Führung zurück, doch Selby ließ nicht locker - bis zum dramatischen Finish im Decider.

Entscheidung im Decider auf Schwarz: So schaltete Brown Selby aus

Welsh Open: Williams fordert O'Sullivan

Auch Mark Williams musste bei seinem 5:4 über Tom Ford die volle Distanz überstehen. Dabei sah alles nach einem einseitigen Match aus, als der Waliser mit 3:0 in Führung gegangen war und auch die Chance zum 4:0 hatte. Ford spielte sehr verunsichert; fast nichts wollte ihm gelingen. Trotzdem holte er noch den vierten Frame, und das ließ das Match kippen.
Nach dem Interval verkürzte Ford auf Anhieb mit einer 92. Williams antwortete zwar mit einer 86, doch auch das 4:2 war noch keine Vorentscheidung. Mit exzellentem Safespiel und tollen langen Bälle holte Ford die nächsten beiden Frames.

"Das fliegende Hilfsqueue": Williams glänzt mit spezieller Technik

Auch im neunten Frame hatte der Engländer aus Leicester eine gute Chance, doch nach 35 Punkte verstellte er sich und ließ Williams so an einen offenen Tisch. Das ließ sich der zweimalige Welsh-Open-Sieger nicht mehr aus der Hand nehmen.
Damit kommt es also in der Vorschlussrunde zum Klassiker zweier Superstars aus der Generation 92: Williams trifft auf Weltmeister Ronnie O'Sullivan, der nach der krankheitsbedingten Absage von Ali Carter einen freien Tag hatte. Es ist das 40. Duell der beiden; O'Sullivan hat bisher 31 Mal gewonnen.

Halbfinal-Klassiker mit O'Sullivan fix: So besiegte Williams Ford

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