Olympia 2026 - Snowboard Cross, Unverständnis für Jury nach Viertelfinalstürzen um Martin Nörl: "Wahnsinnig bitter"

Der doppelte Sturz von Leon Ulrbicht und Martin Nörl im Viertelfinale des Snowboard-Cross-Rennens bei Olympia 2026 hat für Ärger beim deutschen Duo gesorgt. In einem packenden Viertelfinallauf lag der zweimalige Gesamtweltcupsieger Nörl zunächst in Führung, fiel dann aber zurück und geriet bei der Aufholjagd zunächst leicht mit dem US-Amerikaner Nick Baumgartner aneinander.

Riesen-Ärger um deutschen Doppelsturz: "Das ist eine Farce!"

Quelle: Eurosport

Dabei kam der Niederbayer Nörl ins Rutschen, schoss Ulbricht ab und landete mit ihm gemeinsam im Fangnetz. "Das ist schon ein bisschen bitter", schüttelte der WM-Zweite von 2023 im "ZDF" den Kopf.
Nörl wunderte sich, dass die Jury den Lauf nicht per Video überprüfte - "dass ich stürzte, hatte mit einem Kontakt zu tun", betonte er. Er und Ulbricht hätten "sicher nicht zu den Favoriten gehört", ergänzte er, "aber wir hatten gutes Material und waren wahnsinnig schnell." Nörl beendete das Viertelfinale als chancenloser Dritter, Ulbricht gab auf.
Weiter als Nörl gingen die Eurosport-Kommentatoren Konstantin Schad und Maximilian Stark, die beide selbst ehemalige Snowboard-Crosser sind.
Stark reagierte mit Unverständnis auf das Nicht-Eingreifen der Jury. "Das verstehe ich bei aller Liebe nicht. Das ist einfach eine Farce nach der Entscheidung vorher", schimpfte er mit Blick auf den US-Amerikaner Nathan Pare, der unmittelbar zuvor den Spanier Lucas Eguibar Breton abgeräumt hatte und von den Regelhütern disqualifiziert worden war.

Schad schimpft: Jury-Entscheidung "halte ich für schwierig"

Auch Schad zeigte sich "erstmal sprachlos", zumal Nörl und Ulrbicht gut im Rennen gelegen hatten. "So wie die hier auffahren, wie die gerade abgeliefert haben, am Rande der Regelwidrigkeit abgeräumt zu werden, ist einfach nur wahnsinnig bitter", ärgerte er sich.
Auch der 38-Jährige konnte sich den Beschluss der Kampfrichter nach dem Ausschluss von Pare zuvor nicht erklären. "Wenn zwei Entscheidungen im Rennen so eng beieinander liegen und für die ganze Welt sichtbar sind, dann halte ich es für schwierig, wenn man erst bei Nathan Pare so eine harte Linie fährt und dann beim zweiten individuellen Fehler von Nick Baumgartner, der Leute abräumt, nicht."
Stark erkannte sogar mildernde Umstände für Pare, die er bei Baumgartner nicht identifizieren konnte: "Nathan Pare hat einen Schlag bekommen und keinen Fehler gemacht, durch den er Lucas Eguibar abräumt. Nick Baumgartner hat das nicht."
Allem Ärger zum Trotz ging der Wettkampf weiter - wenn auch ohne deutsche Beteiligung, da vor dem Aus von Ulbricht und Nörl bereits für deren Teamkollegen Niels Conradt und Julius Reichle in der ersten K.o.-Runde Schluss gewesen war - beide belegten in ihrem Lauf jeweils Rang vier.
Der Olympiasieg ging nach einem packenden Finale letztlich an den Österreicher Alessandro Hämmerle vor dem Kanadier Eliot Grondin und Hämmerles Landsmann Jakob Dusek, während Baumgartner im kleinen Finale Dritter wurde.
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(mit SID)
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Quelle: Eurosport


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