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Olympia 2026 - Snowboard: Deutschland in Mailand und Cortina erneut ohne Medaille - Verband macht sich Sorgen
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Publiziert 19/02/2026 um 10:48 GMT+1 Uhr
Die deutschen Snowboarder bleiben wie schon 2022 bei Olympia medaillenlos. Das hat mit Pech zu tun - und vielen anderen Gründen. "Wir haben uns das eine oder andere mehr erhofft", gesteht Hanns Michael Hölz, Präsident von Snowboard Germany. Er verweist auf den Sturz der viermaligen Gesamtweltcupsiegerin Ramona Hofmeister beim Parallel-Riesenslalom. Hölz ist alarmiert.
Starke Vorstellung: Morgan schrammt an Bronze vorbei
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Das Happy End war so nah. Beinahe hätte Annika Morgan noch ein wenig bronzenen Glanz auf die triste Olympia-Bilanz der deutschen Snowboarder gestreut. Im Slopestyle-Finale lag die 24-Jährige völlig unverhofft auf Medaillenkurs - bis sie von der letzten Starterin noch auf Rang vier verdrängt wurde.
Zerplatzt war die letzte Hoffnung auf Edelmetall, der Ertrag der Snowboarder ist damit genauso deprimierend wie 2022 bei den Spielen in Peking: kein Gold, kein Silber, kein Bronze.
"Wir haben uns das eine oder andere mehr erhofft", gesteht Hanns Michael Hölz, Präsident von Snowboard Germany. Er verweist auf den Sturz der viermaligen Gesamtweltcupsiegerin Ramona Hofmeister beim Parallel-Riesenslalom und den gemeinsamen Crash der aussichtsreich gestarteten Snowboardcrosser Martin Nörl und Leon Ulbricht.
Doch Hölz weiß auch: Für das abermalig schwache Abschneiden ist Pech nur ein Grund. Denn während im Parallel-Riesenslalom, dessen olympische Zukunft weiter ungeklärt ist, und im Snowboardcross keine Zweifel an der grundsätzlichen Weltklasse der deutschen Athleten bestehen, klaffen in den Sparten Halfpipe, Big Air und Slopestyle bisweilen große Lücken zur Spitze.
Kooperation gegen die Übermacht aus Amerika
Hölz ist alarmiert: Man dürfe der Konkurrenz aus Ostasien, den USA und Kanada "nicht ein ganzes Feld überlassen", mahnt er im Gespräch mit dem SID. Man denke deshalb über Kooperationen mit den Teams aus Österreich und der Schweiz nach. Unter anderem geht es dabei um gemeinsame Trainingslager.
Der Verband sieht sich unter Handlungsdruck: Schlechte Ergebnisse schwächen die Position im Ringen um finanzielle Förderung durch die Politik. Maßgeblich dafür: Das Potenzialanalysesystem PotAS.
In den im Sommer anstehenden "Strategie- und Meilensteingesprächen müssen wir zeigen, dass wir Konsequenzen ziehen", betont Hölz, "zum Beispiel, indem wir unsere Aktivitäten im Bereich Nachwuchs nochmal verstärken."
Doch schon jetzt hat der Verband mit strukturellen Nachteilen zu kämpfen. Am Stützpunkt in Berchtesgaden wurde im Herbst 2024 immerhin das erste sogenannte Landing Bag in Deutschland eingeweiht, für ein professionelles Training ist die Anlage essentiell. "Aber soweit ich weiß, gibt es allein in Japan 14 Landing Bags", sagt Hölz, "und das seit Jahren. Dadurch ergibt sich dort natürlich eine ganz andere Nachwuchssituation."
Weniger Geld trotz großer Versprechen der Politik
Was Hölz zudem umtreibt, ist die Bezahlung von Trainern. Im Koalitionsvertrag sei eine bessere Bezahlung des Leistungssportpersonals bei allen Spitzensportverbänden festgeschrieben worden: "Was haben sie gemacht? Sie haben die Bezahlung sogar reduziert", wettert Hölz. "Da musst du einfach alle 14 Tage in Berlin sein und den Leuten sagen: So geht das nicht!"
Der Verbandspräsident gibt sich kämpferisch. Mit Blick auf die anstehenden Gespräche mit der Politik bemüht er eine alte Weisheit aus dem Wintersport: "Olympiasieger oder Weltmeister werden im Sommer gemacht" Und: "Etatverhandlungen auch."
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(SID)
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Highlights: Geburtstagskind Su im Slopestyle nicht zu schlagen
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