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Tony Rickardsson exklusiv: Bartosz Zmarzlik wird Speedway-Saison dominieren - "Er ist ein Gesamtpaket"
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Publiziert 29/04/2022 um 18:54 GMT+2 Uhr
Tony Rickardsson sieht die Rollen im Vorfeld der neuen Speedway-Saison klar verteilt. Vizeweltmeister Bartosz Zmarzlik wird angesichts der fehlenden Konkurrenz aus Russland den Ton angeben, dahinter geht es im Kampf um die Top 3 hoch her. Im exklusiven Interview mit Eurosport verrät der sechsmalige Weltmeister zudem, wie die Wildcards das Hauptfeld aufmischen könnten.
Bartosz Zmarzlik hat laut Tony Rickardsson die Nase vorn
Fotocredit: Getty Images
Wenn am 30. April im kroatischen Donji Kraljevec der Startschuss für die neue Saison fällt (bei Eurosport mit JoynPLUS+), zählt Zmarzlik zu den heißesten Anwärtern des Speedway-Throns.
Daran wird es laut Eurosport-Experte Rickardsson wohl nichts zu rütteln geben. Während der Schwede auf der langen Distanz für Zmarzlik keinen ebenbürtigen Gegner entdeckt, räumt er der Konkurrenz des Polen Chancen im einzelnen Grand Prix ein.
Dabei hebt Rickardsson vor allem die Wildcards hervor, die im Gegensatz zu den anderen Fahrern des Hauptfeldes ohne jegliche Hemmungen ins Rennen gehen können.
Was macht den Speedway GP im Vergleich zu anderen Speedway-Wettkämpfen zu einem so besonderen Event?
Tony Rickardsson: Wenn man die besten Fahrer der Welt in einem einzigen Rennen zusammenbringt, macht es das ein bisschen kompetitiver. Es ist immer großartig zu beobachten, wer um die Führung in der Weltmeisterschaft kämpft.
Auf wen freuen Sie sich persönlich am meisten?
Rickardsson: Das gesamte Fahrerfeld ist spannend zu verfolgen, besonders an der Spitze. Natürlich schätze ich Bartosz Zmarzlik als den größten Favoriten auf den Titel dieses Jahr ein. Nicht nur, weil der letztjährige Weltranglistenerste und Weltranglistendritte beim diesjährigen Grand Prix nicht dabei sind. Er hatte einen sehr guten Start in die Saison, also halte ich ihn für den heißesten Titelanwärter. Aber es gibt noch weitere fünf oder sechs Fahrer, die Zmarzlik in diesem Kampf die Stirn bieten können. Sich unter den Top 3 zu halten, wird dieses Jahr besonders herausfordernd.
Welche Fahrer gehören zu Ihren Top 3?
Rickardsson: Diese Frage wird mir häufig gestellt, ist aber schwierig zu beantworten. Zmarzlik ist für mich der Titelfavorit. Wer wird ihn herausfordern? Hinter Zmarzlik ist es mehr oder weniger unmöglich, eine Vorhersage zu treffen. Die Fahrer sind sich sehr ähnlich. Also wird es darum gehen, ob sie ihre Form beim jeweiligen Grand Prix abrufen können. Wer das sein wird? Wir werden abwarten müssen.
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Tony Rickardsson sieht Bartosz Zmarzlik ganz vorne
Fotocredit: Getty Images
Kann Bartosz Zmarzlik so dominieren wie 2005?
Rickardsson: Es ist absolut möglich. Ich denke, er wird dieses Jahr sehr dominant sein. Es besteht eine gute Chance, dass Zmarzlik die meisten Läufe gewinnt. Ich glaube nicht, dass Speedway jemals langweilig wird, selbst wenn es einen solch dominanten Fahrer gibt. Dinge können passieren, die Situation kann sich immer verändern. Es ist ein äußerst harter Sport mit sehr geringen Abständen. Auch wenn Zmarzlik der große Favorit ist, bin ich mir sicher, dass es einige wirklich spannende Rennen geben wird. Mir ist es egal, wer gewinnt. Ich möchte einfach ein paar tolle Kämpfe auf der Strecke sehen. Wenn es davon einige gibt, bin ich sehr zufrieden.
Was ist Bartosz Zmarzliks größter Vorteil?
Rickardsson: Er ist ein Gesamtpaket. Zmarzlik kann gut starten, ist ein schneller Fahrer. Wenn es sein muss, kommt er von hinten. Ich glaube nicht, dass seine Ausrüstung viel besser ist als die der anderen. Die Top-12-Fahrer im Grand Prix haben heute alle das gleiche Equipment, wie damals zu meiner Zeit. Es ist nur so, dass er im Moment alles ein bisschen besser zusammenstellt als der Rest des Feldes. Also müssen sie ihn alle beobachten und versuchen, ihn nachzuahmen, um ihn zu schlagen.
Welchen Unterschied können Ihrer Meinung nach die Wildcards in diesen Rennen über die Saison hinweg machen?
Rickardsson: Wenn wir zurückblicken, schnitten einige der Wildcards sehr gut ab. Sie haben nicht denselben Druck, über die gesamte Saison hinweg am Start zu sein. Wildcard-Fahrer können sich ohne irgendwelche Hemmungen reinstürzen – Verletzungen spielen zum Beispiel keine Rolle. Die können da reingehen und für eine Nacht alles aufs Spiel setzen. In der Vergangenheit ist es bereits vorgekommen, dass eine Wildcard einen Grand Prix für sich entscheiden konnte. Sie können eine Rolle spielen – und das werden sie auch im Laufe des Jahres.
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