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Todt eröffnet Klassiker
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Publiziert 11/06/2011 um 16:52 GMT+2 Uhr
Mit der französischen Nationalflagge hat Weltverbandspräsident Jean Todt den Start für die legendären 24 Stunden von Le Mans freigegeben. Nur 50 Minuten später sorgte Audi-Pilot Allan McNish mit einem spektakulären Unfall für eine Schrecksekunde an der "Sarthe".
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Fotocredit: Eurosport
Pünktlich eröffnete Todt, der ehemalige Formel-1-Teamchef von Ferrari, den Langstreckenklassiker, bei dem Audi den zehnten Sieg seit 2000 ansteuern will. Bei dem fliegenden Start verteidigte der Franzose Benoît Tréluyer die Pole Position für sein Audi-Team mit dem Duisburger André Lotterer und dem Schweizer Marcel Fässler vor seinem Markenrivalen und Vorjahressieger Timo Bernhard.Der Homburger durfte als erster im Auto mit der Nummer 1 ran. Mit ihm werden DTM-Pilot Mike Rockenfeller (Neuwied) und der Franzose Romain Dumas das Rennen über mehr als 5000 Kilometer bestreiten, dessen Start sich auch Frankreichs Ministerpräsident François Fillon nicht entgehen ließ. Worauf es bei dem Marathon ankommt, strich Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich heraus: "In Le Mans ist es wichtig, dass man mit dem, womit man nicht rechnet, zurecht kommt."
Glimpflicher Ausgang des Horror-Crashs
Ein heftiger Unfall von Audi-Pilot Allan McNish nach knapp einer Stunde ist offensichtlich für alle glimpflich ausgegangen. Der Schotte war mit seinem Wagen mit großer Wucht in die Reifenstapel gekracht, dabei lösten sich Teile vom Audi R18 TDI und flogen durch die Luft. Keiner der Zuschauer hinter dem Zaun oder auch Fotografen, die sich direkt hinter den Reifenstapeln aufhielten, wurde nach ersten Erkenntnissen verletzt.McNish stieg nach seinem kapitalen Crash ebenfalls unverletzt aus seinem allerdings völlig demolierten Audi R18 TDI aus. "Allan McNish geht es gut", teilte der Veranstalter via Twitter mit. Als Vorsichtsmaßnahme wolle der Audi-Teamarzt jedoch, dass der Brite im Krankenhaus noch einmal untersucht wird. Bei der Untersuchung konnten die Mediziner keine Verletzung bei dem 41-Jährigen feststellen. "Alles in Ordnung", teilte der Rennstall mit.
"Ich habe mir Sorgen um die Zuschauer hinter dem Zaun gemacht", meinte McNishs Teammitstreiter Rinaldo Capello bei Eurosport: "Natürlich ist es schade, wenn das Rennen so schnell beendet ist, aber das Wichtigste ist, dass McNish auch nichts passiert ist."
Vor allem, wenn man sich erinnert, dass sich vor 56 Jahren in Le Mans der bis heute schwerste Unfall im Motorsport ereignete: Am 11. Juni 1955 waren nach einem Crash zwischen Mike Hawthorn und Pierre Levegh Teile des Mercedes des Franzosen auf die Haupttribüne geflogen. Über 80 Menschen starben damals, auch Levegh war unter den Opfern.
McNish nach Berührungen von der Strecke
McNish hatte beim Überholen mit seinem Audi den Ferrari von Anthony Beltoise berührt und war dann von der Strecke abgekommen. Die 24 Stunden von Le Mans wurden durch das Safety Car fast eine Stunde neutralisiert.
Durch den Ausfall waren die Hoffnungen von Rekordsieger Tom Kristensen auf seinen persönlichen neunten Le-Mans-Erfolg dahin. Der Däne teilte sich den Wagen mit dem Schotten McNish, der kurz nach dem Start bereits von Rang fünf auf Platz vier vorgefahren war, und dem Italiener Capello. Die Audi-Sieghoffnungen ruhen nach dem Unfall des Autos mit der Startnummer 3 nun auf den Piloten der beiden weiteren Wagen.
VIDEO: McNishs Horror-Unfall im Video
TV-Tipp:
Mehr live geht nicht: Die 24 Stunden von Le Mans (11. bis 12. Juni 2011) sind vom Freien Training bis zur Siegerehrung live und exklusiv bei Eurosport und Eurosport 2 zu sehen, und das wieder 24 Stunden nonstop.
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