Bordeaux ist an diesem Wochenende die vorletzte Station des FEI Longines Weltcup der Springreiter. Damit werden die Gelegenheiten knapp, bei denen Springreiter sich Punkte sichern können, die den Einzug ins Finale ermöglichen. Keine Sorgen über seinen Punktestand muss sich Kevin Staut machen. Der Franzose führt das Ranking überlegen mit 77 Punkten an. Wenig Chancen auf eine Finalteilnahme hat dagegen derzeit seine Landsfrau Peneleope Leprevoste, die mit 10 Punkten auf Rang 49 liegt. Sollte sie am kommenden Wochenende in Bordeaux das Weltcup-Springen gewinnen, würde sie 20 Punkte dazu gewinnen. Damit würden ihre Chancen deutlich steigen.
Ein Sieg einer Amazone erscheint in Bordeaux einerseits überfällig, andererseits fast unmöglich. Neben den Olympischen Spielen ist die Weltcup-Etappe von Bordeaux das einzige Spitzensport-Event im Springreiten, das bislang noch nie von einer Amazone gewonnen werden konnte.  Der Weltcup von Bordeaux ist seit 40 Jahren fest in männlicher Hand. Dabei sind die Damen im Springsattel gerne mal für eine Überraschung gut.  Nachwuchstalente wie die Niederländerinnen Sanne Thijssen und Lisa Nooren, die Deutsche Laura Klaphake oder gerade am letzten Wochenende die Schwedin Stephanie Holmen, haben mit Siegen in erstklassigen Prüfungen auf sich aufmerksam machen können, obwohl niemand sie für einen Sieg in Betracht gezogen hatte. 
Die Chancen, dass in diesem Jahr der Bann gebrochen wird und in Bordeaux eine Amazone ganz oben auf dem Siegertreppchen des Weltcup-Springens steht, sind allerdings schon aufgrund der geringen Anzahl weiblicher Teilnehmerinnen sehr gering. Auf der Reiterliste für das Event sind lediglich vier Damen zu finden: die Belgierin Gudrun Patteet, die Australierin Edwina Tops-Alexander, die Französin Penelope Leprevoste sowie die Norwegerin Marie Valdar Longem. Deutlich höhere Chancen auf einen Sieg haben die deutschen Springreiter, die in Bordeaux an den Start gehen. Neben Christian Ahlmann, Daniel Deußer und Marcus Ehning sind dies Felix Haßmann und Vielseitigkeitsreiter Michael Jung.  
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Jung,der in den letzten Monaten so erfolgreich im Springsattel unterwegs war, dass er vom Bundestrainer der Springreiter Otto Becker für das deutsche Team beim Nationenpreis-Turnier in Abu Dhabi nominiert worden war, gehört zu den Kandidaten, denen ein Sieg bei der Weltcup-Etappe von Bordeaux durchaus zuzutrauen ist. Beim CHI in Genf im Dezember 2017 hatte Michael Jung viele Springprüfungen als bester deutscher Teilnehmer beenden können. 
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