Beim letzten Weltcup-Qualifikations-Treffen der Springreiter aus der Western European League im schwedischen Göteborg setzte Henrik von Eckermann ein dickes Ausrufezeichen hinter seine Leistung. Seit sich der ehemalige Bereiter von Ludger Beerbaum selbständig gemacht hat, reitet er auf einer Welle des Erfolgs. Siege in Großen Preisen und Fünf-Stern-Prüfungen reihen sich aneinander. So kann der 37-jährige Schwede auf eine außerordentlich erfolgreiche Bilanz der diesjährigen Weltcup-Saison zurückschauen. Bei sieben Starts konnte er einen Sieg und drei zweite Plätze verbuchen. Mit dieser Beständigkeit ist die Nummer sechs der Weltrangliste ein heißer Favorit auf den diesjährigen Weltcup-Titel.
Während Henrik von Eckermann an diesem Wochenende in seinem Heimatland am Start war, wurde bekannt, dass eines seiner Erfolgspferde, der Chacco Blue-Sohn Chacanno, in Zukunft unter Patrick Stühlmeyer zu sehen sein wird. Doch auch wenn Pferdebesitzer Paul Schockemöhle die Zügel seines Oldenburgers nun an einen anderen Reiter übergibt, wird Henrik von Eckermann keineswegs in Not kommen, wenn er die nächsten Turnierstarts plant. Er hat eine ansehnliche Zahl guter Pferde in seinem Stall stehen. Insbesondere Mary Lou, die Westfalenstute, die ihn in Göteborg zum Sieg der Weltcup-Etappe getragen hat, zählt zu den besonders leistungsstarken Vierbeinern unter seinem Sattel. 
Angesichts der schwedischen Demonstration von Können, Finesse und Präzision, war es für die Konkurrenz schwer mitzuhalten. Am besten gelang dies dem Belgier Olivier Philippaerts, der mit seinem EM-Pferd Legend of Love im Göteborger Weltcup-Springen antrat. Nachdem er bei der EM durch einen Unfall, der sich auf dem Vorbereitungsplatz ereignete, vorzeitig Schweden verlassen und sich an der Schulter operieren lassen musste, kehrte er an diesem Wochenende an den Ort des Geschehens zurück. Die Schulter ist inzwischen verheilt, Pferd und Reiter sind nach der Zwangspause wieder fit und in Form und Platz zwei im Weltcup-Springen war eine willkommene Bestätigung. Für Olivier Philippaerts war Platz zwei perfekt – mit dem Plus an Punkten, das er durch diese Platzierung verbuchen konnte, gehört er zu den 18 Reitern der Western European League, die einen Startplatz im Finale sicher haben. Das wird vom 10.-15.April in Paris ausgetragen. Die Springreiter haben jetzt noch einige Wochen Zeit, um sowohl die Form der Pferde wie auch die eigene Form zu optimieren. 
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