Das erste Rennen der Superbike-WM auf dem Misano-World-Circuit Marco Simoncelli (Italien) war an Dramatik nicht zu überbieten. In der letzten Runde duellierten sich Chaz Davies (Ducati) und Jonathan Rea (Kawasaki) um den Sieg. Wenige Kurven vor dem Ziel stürzte Davies und der direkt dahinter fahrende Rea konnte nicht ausweichen und erwischte den Briten am Rücken. Rea fuhr mit seiner Kawasaki über den am Boden liegenden Davies, der im ersten Moment aufstand, aber dann auf einer Trage weggetragen wurde.
"Es war ein verrücktes Rennen. Ich habe alles versucht, um in der letzten Runde einen Angriff zu starten", berichtet Rea und sagt über den unglücklichen Unfall: "Leider ist Chaz gestürzt und ich konnte nicht ausweichen. Ich habe ihn getroffen. Es tut mir so leid. In der Auslaufrunde bin ich stehengeblieben und habe geschaut, ob er okay ist. Er scheint okay zu sein, er hat nur Rückenschmerzen. Ich hoffe, dass er in Ordnung ist." Davies wurde zu Untersuchungen ins Medical Center gebracht.
Italy
Wirbelfortsatz gebrochen: Lange Pause für Davies
17/06/2017 AM 19:06
Rea war ebenfalls zu Boden gegangen und da der drittplatzierte Marco Melandri zu Beginn der letzten Runde in Kurve 4 von seiner Ducati gestürzt war, erbte Tom Sykes (Kawasaki) drei Positionen. Sykes fuhr in diesem Rennen lange abgeschlagen an der fünften Stelle und hatte mit der Entscheidung an der Spitze nichts mehr zu tun. Aber durch die Stürze der Konkurrenz erbte er völlig überraschend den Sieg. Yamaha-Pilot Alex Lowes kam als Zweiter über die Ziellinie. Rea fuhr nach dem Unfall weiter und kam noch als Dritter auf das Podest.
Zu Rennbeginn hatte sich überraschend Michael van der Mark an die Spitze des Feldes gesetzt. Der Yamaha-Pilot konnte die Führung auch weit über die Rennhälfte verteidigen. Sieben Runden vor Rennende war die Yamaha-Show vorbei. Van der Mark rutschte aus und ging zu Boden, Rea konnte knapp ausweichen. "Es war ein merkwürdiger Crash von van der Mark, er hat sicher keinen Fehler gemacht", kommentiert Rea diese Situation. Anschließend entwickelte sich bis zur letzten Runde ein spannender und enger Dreikampf zwischen Rea, Davies und Melandri um den Sieg.
Einige Sekunden hinter diesem Trio drehten Sykes und Lowes ihre Runden und konnten nicht ins Geschehen eingreifen, bis sich in der letzten Runde die dramatischen Szenen abspielten. "25 Punkte sind immer gleich. Ich muss natürlich glücklich sein", lacht Sykes im Ziel. "Im Rennen konnte ich nicht mehr geben, der Reifen ermöglichte nicht mehr. Aber das ist Racing und ist keine Ausrede. Die Jungs fuhren vorne extrem schnell. Ich war am Limit und fuhr mein Rennen. Ich hatte heute Glück, 25 Punkte sind sehr gut für mich. Morgen will ich vorne mitkämpfen und fair gewinnen.

Stefan Bradl: Schon in der 2. Runde ein Defekt

Vierter wurde Jordi Torres (Althea-BMW), der damit am Sonntag auf der Pole-Position stehen wird . Dahinter belegten Xavi Fores (Barni-Ducati) und Eugene Laverty (Milwaukee-Aprilia) die Plätze fünf und sechs. Mit Platz sieben feierte der Schweizer Randy Krummenacher (Puccetti-Kawasaki) sein bestes Karriere-Ergebnis. Die Top 10 rundeten Roman Ramos (Go-Eleven-Kawasaki), Lorenzo Savadori (Milwaukee-Aprilia) und Raffaele de Rosa (Althea-BMW) ab.
Für Stefan Bradl war es wie so oft ein Rennen zum Vergessen. Schon in der zweiten Runde rollte die Honda mit technischem Problem aus. Bradl fuhr an die Box und nahm das Rennen später wieder auf. Der Deutsche kam mit sieben Runden Rückstand ins Ziel und wurde damit nicht gewertet. In der Weltmeisterschaft schrumpfte der Vorsprung von Rea auf Sykes auf 46 Punkte. Davies liegt durch den erneuten Ausfall schon 91 Zähler zurück . Das zweite Rennen startet am Sonntag ebenfalls um 13:00 Uhr.
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