Novak Djokovic hat sich zur Kritik bezüglich der Adria Tour geäußert

Novak Djokovic hat sich nach dem Fiasko bei der Adria Tour und seinem positiven Test auf COVID-19 in einem Interview Stellung bezogen. "In letzter Zeit habe ich nur Kritik gesehen, viel davon war bösartig. Es gibt offensichtlich mehr als nur Kritik, es ist wie eine Hexenjagd", sagte der Weltranglistenerste der serbischen Sporttageszeitung "Sportski zurnal".

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Offensichtlich gebe es mehr als nur Kritik, "als ob es auf einer Agenda stehe, dass jemand fallen müsse, eine Persönlichkeit, ein großer Name muss der Hauptschuldige für alles sein", erklärte der 17-malige Grand-Slam-Gewinner.
Djokovic und seine Ehefrau waren nach dem vorzeitigen Ende der umstrittenen Adria-Tour positiv getestet worden. Gleiches galt für drei weitere Profis sowie Djokovics Trainer Goran Ivanisevic. Djokovic, Alexander Zverev und Co. hatten bei der Showtour nicht nur vor überraschend vielen Zuschauern gespielt, sondern sich auch eng mit Fans umgeben und Partys gefeiert.
Djokovic ließ des Weiteren offen, ob er bei den US Open aufschlagen wird. "Ich weiß immer noch nicht, ob ich bei den US Open spielen werde. Ich werde auf keinen Fall gegen Washington spielen, Cincinnati ist geplant. Die Teilnahme an Roland Garros ist vorerst sicher, und auch Madrid und Rom sind geplant."

Djokovic hält Punkte-Variante für die fairste Lösung

Außerdem äußerte sich der Serbe zu dem neuen ATP-Punktesystem bei dem ein Spieler bei einem Turnier die 2019 gewonnenen Punkte gutgeschrieben bekommt, wenn dieser ein schlechteres Ergebnis erzielt als im Vorjahr. Wird das Turnier abgesagt, behält der Spieler seine Punkte.
"Wir haben es im Spielerrat besprochen und uns für diese Option entschieden. Der Hauptgrund dafür ist, dass es Spieler schützt, die kein Risiko eingehen und nicht reisen wollen. Einige Tennisspieler werden erst Ende des Jahres spielen und auf diese Weise schützt die Liste sie, sie verlieren nicht die Punkte, die sie letztes Jahr gewonnen haben. Auf der anderen Seite können Tennisspieler, die spielen, Punkte verdienen. Es ist nützlich für beide Gruppen von Tennisspielern. Natürlich gibt es Spieler, die es nicht mögen, es wird immer diejenigen geben, die anders denken, aber ich glaube, das ist die beste Option“, so der 33-Jährige.
Für Djokovic selbst ist diese Regelung mit Blick auf die Weltrangliste ein Nachteil. Sein großer Rivale Rafael Nadal wird dadurch sowohl bei den US Open als auch bei den French Open, wo der Spanier 2019 triumphierte, definitiv keine Punkte verlieren. Der Mallorquiner liegt nur 370 Spieler hinter Djokovic.
"Ich möchte das nicht kommentieren, ich denke, es ist der fairste Weg für alle. Jemand wird sich immer benachteiligt fühlen, aber das Wesentliche bei dieser Entscheidung ist, dass wir als ATP und Spielerrat alle Tennisspieler schützen wollten, die nicht spielen wollen. Es gibt noch mehr Tennisspieler, die nicht in die USA wollen, und es ist nicht fair, ihre Punkte aus dem letzten Jahr auf dem Spiel zu haben, wenn sie sie nicht verteidigen können“, so der Serbe.
(mit SID)
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung