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Alexander Zverev bestreitet Show-Matches gegen Roger Federer anstelle des Davis-Cups
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Publiziert 01/10/2019 um 12:45 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev hatte dem neuen Davis-Cup-Finalturnier mit Verweis auf die eigene Regeneration eine klare Absage erteilt. Stattdessen spielt der deutsche Tennis-Star nun Ende November Show-Matches mit Roger Federer - und sorgt damit für Irritationen. "Etwas überrascht" sei er gewesen, gab der deutsche Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann im Gespräch mit dem "tennisMagazin" zu.
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Alexander Zverev hatte einen Plan. Wenn seine Teamkollegen Ende November beim neuen Davis-Cup-Finalturnier in Madrid um den Titel kämpfen, wollte der deutsche Jungstar mit Laptop und Livestream am Strand liegen. "Auf den Malediven den Jungs zugucken" würde er am Ende seiner strapaziös langen Saison, kündigte Zverev bereits im Februar süffisant an, auf keinen Fall wolle er selbst noch Tennis spielen. Doch der Plan hat sich offenbar geändert.
Denn anstatt wie angekündigt zu regenerieren, bestreitet Zverev nun mehrere Schaukämpfe mit Superstar Roger Federer. Zunächst treten beide am 19. November in Santiago de Chile gegeneinander an, drei Tage später in Bogota (Kolumbien) und am 23./24. November in Mexico City und Quito (Ecuador). Während Deutschlands Tennis-Asse also in Spanien um die liebevoll als "hässlichste Salatschüssel der Welt" betitelte Davis-Cup-Trophäe kämpfen, spielt Zverev lieber in Mexiko vor bis zu 40.000 Fans in der weltgrößten Stierkampfarena um die "goldene Ananas".
Statement gegen die ITF
Nicht zuletzt in Zverevs Heimat sorgt die recht spontane Südamerika-Reise des Spitzenspielers deshalb auch für Irritationen. Kohlmann vermied allerdings tunlichst, Zverev direkt zu kritisieren. Schließlich habe dieser nach seiner kategorischen Absage für das Turnier des Weltverbands ITF in den Planungen für Madrid ohnehin "nie eine Rolle gespielt". Hauptgrund für Zverevs offene Ablehnung war allerdings stets der ungeliebte Termin gewesen.
Kohlmann sieht Zverevs Planänderung allerdings vielmehr als eine Folge des Management-Wechsels zu Federers "Team8". Die Agentur, geleitet vom umtriebigen US-Amerikaner Tony Godsick, betreut den Deutschen seit August und verfolgt mit den Show-Events der beiden Topspieler wohl auch eigene Interessen. "Godsick und Federer setzen mit dieser Tour natürlich ein klares Statement", sagte Kohlmann:
Die Verbindung zwischen Federer und Zverev ist in den vergangenen Wochen und Monaten spürbar enger worden. Der Grand-Slam-Rekordsieger aus der Schweiz scheint den gebürtigen Hamburger immer mehr als eine Art Ziehsohn zu adoptieren. In der Vorwoche traten beide beim von Federer mitausgerichteten Laver Cup in Genf im Doppel an. Auch der als "Ryder Cup" des Tennis inszenierte Wettstreit zwischen "Team Europa" und dem Rest der Welt ist ein Schauwettkampf, dessen sportlicher Wert klar hinter dem marketingtechnischen Aspekt zurücksteht.
Zverev selbst hat sich zu seinen neuen November-Plänen bislang noch nicht geäußert. Der Weltranglistensechste ist derzeit beim ATP-Turnier in Peking im Einsatz. Nach seinem Erstrundenerfolg gegen Frances Tiafoe (USA) geht es nun in der Nacht zum Mittwoch gegen den aufstrebenden Kanadier Felix Auger-Aliassime.
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