Angelique Kerber über deutsche Nummer eins Eva Lys: Der Druck ist groß, aber das kann auch "beflügeln"

Eva Lys hat dank ihres Erfolgs bei den Australian Open einen großen Sprung in der Weltrangliste gemacht. Aktuell rangiert sie auf Platz 78 und darf sich damit als Nummer eins im deutschen Damen-Tennis bezeichnen. Ein Meilenstein, der "beflügeln" kann, meint Angelique Kerber, die selbst jahrelang in dieser Position war. Allerdings warnt die 37-Jährige auch vor dem damit verbundenen Druck.

Kerber über großen Druck für Lys: "Kann man nicht schönreden"

Quelle: Eurosport

"Druck hat sie auf jeden Fall, besonders in Deutschland. Das kann man nicht schön- oder wegreden", sagte Kerber auf einem Pressetermin der Bad Homburg Open, für die die dreimalige Grand-Slam-Siegerin in diesem Jahr erstmals als Sportdirektorin im Einsatz ist.
Lys hatte bei den Australian Open als Lucky Loserin sensationell das Achtelfinale erreicht. Ein Durchbruch für die 23-Jährige, die sich bereits höhere Ziele gesteckt hat.
"Ich peile jetzt die Top 70 an, dann die Top 50", sagte sie jüngst dem "kicker". In Melbourne hat sie Blut geleckt. "Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich hoffe irgendwann auf ein Halbfinale, mal auf ein Finale. Und natürlich auch auf den Titel", so Lys.
In Linz musste die junge Deutsche jedoch jüngst einen Rückschlag einstecken. Dort scheiterte sie bereits in der ersten Runde an der Kroatin Petra Martic.
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Quelle: Eurosport

Auch deshalb warnte Kerber vor zu großer Euphorie: "Sie ist vor kurzem erst die Nummer eins geworden und muss erstmal konstant das Jahr über durchspielen", so die ehemalige Weltranglistenerste, die nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris ihre Karriere beendet hat.
Das sei nicht einfach. Nicht nur der Druck, auch das "ganze Drumherum", was als deutsche Nummer eins nun auf Lys warte: "Das ist eine neue Herausforderung für sie."

"Gänsehaut": Lys schlägt dreimal vor heimischem Publikum auf

Bereits fest steht, dass Lys vom 21. bis 28. Juni in Bad Homburg (live auf Eurosport und discovery+) aufschlagen wird.
Auch für das WTA-Turnier in Stuttgart (12. - 20. April live auf Eurosport und discovery+) bekam sie eine Wildcard, genau wie für das Rasenturnier in Berlin (14. - 22. Juni).
Auftritte vor heimischem Publikum, die "beflügeln können", so Kerber: "Ich weiß, wie es sich anfühlt. Man hat Gänsehaut."
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Quelle: Perform


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