Tennis-Showman Gaël Monfils tritt ab - mit einem letzten Ziel: "Leider bin ich im September geboren ..."

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Am 1. September wird Gaël Monfils 40 Jahre alt. Wenn er dann noch einmal in einem Match auf der ATP Tour auf dem Platz steht, hat er sein finales großes Ziel erreicht. Die Abschiedstournee des französischen Showman wurde auch bei seinem letzten Auftritt bei den Masters-Turnieren in Montreal und Cincinnati vom Publikum frenetisch gefeiert. Es ist sein Schluss-Kapitel im Profisport.

Highlights: Erster Sieg seit vier Monaten - Monfils stoppt Majchrzak

Quelle: SNTV

Wie ein schüchterner Fan tippte Learner Tien Monfils auf die Schulter und hielt ihm einen Ball und einen Stift entgegen. Der Franzose unterschrieb bereitwillig, Tien zog glücklich von dannen.
Eine Interaktion, wie sie Monfils in seiner langen Karriere viele Tausend Male erlebte. Diese war besonders. Tien hatte den 39-Jährigen gerade in der zweiten Runde beim Masters in Montreal mit 6:3, 0:6, 6:3 besiegt - und damit dessen Kapitel bei dem Wettbewerb für immer geschlossen.
In einer emotionalen Instagram-Nachricht wandte sich der Franzose an die kanadischen Fans, die ihn in den beiden Partien auf dem Center Court anfeuerten und feierten.
"Mein Gott, die Fans", schrieb er. "Am Montag war es laut, aber letzte Nacht? Das war etwas anderes. Ich habe verloren und ihr wart noch lauter als zuvor. Ihr seid immer für mich da gewesen hier, egal, was mein Ranking war. Ich habe jedes Bisschen von euch gespürt."
15 Mal trat er beim Masters in Kanada an, achtmal in Montreal, siebenmal in Toronto, zweimal stand er im Halbfinale. Monfils bestreitet ein letztes Mal die Turniere in Nordamerika und nahm sich damit selbst eine mögliche Verabschiedung bei seinem Heimturnier in Roland-Garros.

Monfils auf den Spuren von LeBron und Ronaldo

Das hat einen bestimmten Grund: "Ich möchte spielen, bis ich 40 bin", sagte er damals: "Leider bin ich im September geboren." Am 1. September ist es aber so weit, es ist der letzte Tag der ersten Runde der US Open, für die Monfils eine Wildcard erhalten hat.
Mit seinem finalen Ziel orientiert sich der ehemalige Weltranglistensechste an den ganz Großen der Sportwelt: "Wie Stan (Wawrinka, Anm. d. Red.), wie LeBron (James), wie Cristiano (Ronaldo), wie Zlatan Ibrahimovic - wie alle Athleten, die ihren Sport bis zum Alter von 40 Jahren fortgesetzt haben. Das will ich auch."
Nach seinem Aus in Montreal gab Monfils auch in Cincinnati einen Abschiedsauftritt. Er unterlag in der ersten Runde dem Australier Rinky Hijikata knapp 6:2, 6:7 (5:7), 3:6. Auch in Ohio wurde er nach der Partie mit Standing Ovations verabschiedet.
Nach den US Open kehrt er erneut nach Europa zurück und bestreitet die letzten Turniere seiner langen Laufbahn. Ein Ende in der Heimat ist nach wie vor möglich: Beim Masters-Turnier in Paris-Bercy soll dann endgültig Schluss sein.

Monfils wendet sich an seine Kritiker

Zuvor verabschiedete er sich aber auch noch von den Personen, die ihm negativ gegenüberstehen, aus deren Sicht er "nie etwas gewonnen" habe, das zähle. "Neid, Langeweile, was immer es sein möge: Ich habe eure Nachricht verstanden", erklärte Monfils.
Um Resultate gehe es ihm zum jetzigen Zeitpunkt seiner Karriere nicht mehr, aber jeder Sieg verlängert seine Erfahrungen, seine Interaktion mit den Fans - und manchmal auch mit Gegenspielern wie Tien.
"Ich verlasse Montreal zum letzten Mal mit vollem Herzen. Merci, Montreal", schrieb er. Nicht nur in Kanada wird man ihn vermissen.
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Djokovic, Federer und Co. verabschieden sich von gerührtem Monfils

Quelle: Eurosport


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