ATP Cincinnati: Riesen-Diskussion um Félix Auger-Aliassime und Jack Draper bei Matchball - "Das ist furchtbar!"

Félix Auger-Aliassime musste sich im Achtelfinale des ATP-Masters in Cincinnati dem Briten Jack Draper in drei Sätzen geschlagen geben. Der Kanadier konnte die Niederlage nach Match-Ende nur schwer akzeptieren – weil es beim Matchball eine kontroverse Entscheidung des Stuhl-Schiedsrichters Greg Allensworth gegeben hatte. Bereits die zweite Kontroverse um den US-Amerikaner innerhalb weniger Tage.

Highlights: Draper beats Auger-Aliassime after match point controversy

Quelle: Eurosport

Was war passiert? Beim Stand von 5:4 und 40:30 im dritten Satz - also bei Matchball für den Briten - landete ein Return des Kanadiers direkt vor den Füßen Drapers.
Der Brite konnte gerade noch reagieren und spielte einen unglücklich aussehenden Volley, der mithilfe der Netzkante auf der Seite des Kanadiers landete. Schiedsrichter Allensworth gab den Punkt und damit das Match für den Engländer.
Auger-Aliassime war jedoch überzeugt, dass der Ball auf Drapers Seite des Platzes aufgesprungen war, nachdem sein Gegner diesen mit dem Schläger berührt hatte. Es folgte eine minutenlange Diskussion zwischen den Spielern und dem amerikanischen Unparteiischen.
Die Nummer 19 der Welt klagte: "Das ist ja furchtbar, was Sie gerade getan haben. Haben Sie nicht gesehen, dass der Ball auf den Boden geprallt ist?" Später wiederholte er noch einmal: "Er hat ihn auf den Boden geschossen!"
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ATP Cincinnati: Félix Auger-Aliassime und Jack Draper diskutieren

Fotocredit: Getty Images

Auger-Aliassime klagt: "Wird lächerlich aussehen"

Allensworth wollte davon allerdings nichts wissen: "Das habe ich nicht gesehen." Draper, der Sieger des Matches, schien ebenfalls überfordert mit der Situation: "Ich habe nicht auf den Boden geschaut. Ich habe nicht hingesehen. Wenn wir einen Videobeweis hätten, würde ich den Punkt wiederholen, aber ich weiß es nicht."
Auger-Aliassime klagte den Umpire schließlich an: "Wenn sie jetzt vom Platz gehen, wird die Szene überall zu sehen sein. Und es wird lächerlich aussehen. Ich meine es ernst, es wird lächerlich aussehen. Ich weiß, es ist nicht seine (Drapers, Anm. d. Red.) Aufgabe, diese Entscheidung zu treffen, es ist Matchball für ihn, es ist der Sieg für ihn, aber es ist ihre Aufgabe, diese Entscheidung zu treffen."

Bereits zweite kritische Situation um Allensworth

Für Allensworth war die Kontroverse um den Matchball im Achtelfinale nicht die erste strittige Situation in Cincinnati. Bereits in der ersten Runde zwischen Taylor Fritz und Brandon Nakashima hatte der Stuhl-Schiedsrichter einen Ball, der deutlich hinter der Linie war, nicht im Aus gesehen. Auch die Linien-Technik hatte zu diesem Zeitpunkt versagt.
Fritz, der eigentlich mit einem Ausruf des Unparteiischen gerechnet hatte, spielte weiter – was ihm schließlich zum Verhängnis wurde. Allensworth lehnte es ab, dem 26-Jährigen direkt den Punkt zuzusprechen, da er die Rally nicht unterbrochen habe.
Fritz war zwar ruhig, aber sichtlich verärgert und sagte: "Okay, nein, warte, nein, nein, nein, nein. Sagen Sie mir nicht, dass ich den Punkt stoppen muss, wenn wir eine elektronische Linienkontrolle haben."
Auch auf "X" entbrannte anschließend eine Diskussion über die Entscheidung Allensworths. "Was zur Hölle ... Der Schiedsrichter macht Taylor dafür verantwortlich, dass er seinen Job nicht macht. Feuert diesen Kerl sofort", schrieb beispielsweise ein Fan.
Auch Fritz selbst äußerte sich nach dem verlorenen Match auf "X": "Stell dir vor, du sagst mir, dass ich den Punkt stoppen muss, wenn wir tatsächlich eine elektronische Hawkeye-Linie haben, die funktionieren sollte." Dahinter postete er ein lachendes Emoji.
Zwei Entscheidungen, zwei Kontroversen - keine einfachen Tage für Greg Allensworth.
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Tennis - ATP 1000 Cincinnati - 2nd Round - Highlights - Monfils vs Alcaraz (SNTV)

Quelle: Eurosport


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