ATP Doha: Carlos Alcaraz poltert bei Viertelfinalsieg über Karen Khachanov gegen Schiedsrichterin - "Beschissen!"
Update 20/02/2026 um 15:13 GMT+1 Uhr
Carlos Alcaraz hat beim ATP-500-Turnier in Doha nicht nur sportlich für Schlagzeilen gesorgt. Beim hart umkämpften Viertelfinalsieg gegen Karen Khachanov (6:7, 6:4, 6:3) verlor der Weltranglistenerste zwischenzeitlich die Fassung – und lieferte sich einen lautstarken Disput mit Schiedsrichterin Marija Cicak. Beim Stand von 4:4 im ersten Satz kam es zur Auseinandersetzung.
Highlights: Alcaraz gibt Satz ab - und fightet sich zurück
Quelle: Perform
Denn unmittelbar nachdem Alcaraz einen Breakball abgewehrt hatte, erhielt der Spanier eine Zeitverwarnung.
Er habe die 25-Sekunden-Regel beim Aufschlag überschritten, entschied die Unparteiische. Eine Entscheidung, die den 22-Jährigen auf die Palme brachte.
Sichtlich aufgebracht marschierte Alcaraz zum Stuhl der Schiedsrichterin und beschwerte sich lautstark. Mehrfach rief er: "Die ATP-Zeitregel ist beschissen!" Cicak blieb ruhig und konterte trocken: "Okay, ich glaube, wir haben deinen Standpunkt verstanden."
Hintergrund des Ärgers: Alcaraz war der Ansicht, die Uhr sei zu früh gestartet worden. Nach einem langen Ballwechsel habe er nicht ausreichend Zeit gehabt, sich mit dem Handtuch abzutrocknen und seine gewohnte Aufschlagroutine durchzuführen. Die Stuhl-Schiedsrichterin jedoch blieb bei ihrer Entscheidung.
Alcaraz legt auf PK nach: "Das ist lächerlich"
Cicak gilt als eine der erfahrensten und konsequentesten Unparteiischen im Profitennis. Die Kroatin besitzt das Goldabzeichen, die höchste Auszeichnung für Schiedsrichter, leitete zahlreiche Grand-Slam-Endspiele und schrieb 2021 Geschichte, als sie als erste Frau ein Herrenfinale in Wimbledon leitete.
Auf der Pressekonferenz nach dem Match legte Alcaraz dann nochmal nach. "Ehrlich gesagt finde ich die Zeitregel absurd. Nach einem sehr anstrengenden Punkt, der am Netz endete, sprintete ich los, um mein Handtuch zu holen; mir lief die Zeit davon", sagte der Spanier
Der siebenmalige Grand-Slam-Champion erklärte: "Die Stuhlschiedsrichterin sagte mir, sie hätte die Uhr angehalten, als ich mein Handtuch erreicht hatte, aber zwischen dem Zeitpunkt, als ich die Bälle anforderte, und dem Zeitpunkt, als ich zum Aufschlag bereit war, hatte ich keine Zeit mehr."
Alcaraz redete sich dabei förmlich in Rage: "Für mich ergibt das keinen Sinn. Das Publikum schrie und jubelte noch, was das Spiel zusätzlich verlangsamte. Ich schaute auf die Uhr, als noch drei oder vier Sekunden übrig waren, und ich hatte keine Zeit mehr zum Aufschlag, bekam aber trotzdem eine Verwarnung. Ich persönlich finde, es sollte etwas flexibler sein oder die Regel sogar überdacht werden, denn in so hart umkämpften Spielen ist es immer dasselbe, und das ist für mich lächerlich."
Sportlich ließ sich Alcaraz von dem Zwischenfall letztlich nicht aus der Bahn werfen. Nach verlorenem ersten Satz steigerte er sich deutlich, gewann die folgenden Sätze mit 6:4 und 6:3 und zog ins Halbfinale ein. Dort trifft der Weltranglistenerste auf Andrey Rublev.
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Highlights: Rublev kegelt Tsitsipas im Viertelfinale raus
Quelle: Eurosport
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