Historisch! Medvedev schlägt Thiem, Nadal und Djokovic
Daniil Medvedev hat mit dem Gewinn der ATP Finals den bislang wichtigsten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der Weltranglistenvierte machte sowohl im Halbfinale gegen Rafael Nadal als auch im Endspiel gegen Dominic Thiem einen Satzrückstand wett und behielt die Oberhand. Eine Performance der Extraklasse - und doch ging Medvedevs wohl größte Leistung während der acht Tage von London fast unter.
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Wenn sogar die Profi-Spielervereinigung ATP auf ihrer Webseite zu derart martialischen Begriffen wie "Giant Killer" greift, muss schon etwas Besonderes passiert sein.
Es ging - natürlich - um Daniil Medvedev, den "Riesen-Killer":
Tatsächlich hat der Russe auf seinem Weg zum Titel bei den ATP Finals unter anderem Novak Djokovic, Rafael Nadal und Dominic Thiem geschlagen. "Das wird mein ganzes Leben lang in meinem Herzen und meinem Kopf bleiben", so Medvedev über seinen Triumph in der O2-Arena.
Die herausragende Leistung des Russen hatte überdies historischen Charakter.
Es war erst das vierte Mal in der Tennis-Geschichte und das erste Mal bei den ATP Finals, dass ein Spieler bei einem Turnier die Nummer eins, zwei und drei der Welt schlägt.
Letztmals gelang das David Nalbandian und Novak Djokovic im Jahr 2007.
Becker schlägt Top 3 und schreibt Geschichte
Der erste Spieler der Historie, dem dieses Kunststück gelang, war Boris Becker.
Deutschlands Tennis-Ikone bezwang 1994 beim ATP-Turnier von Stockholm nacheinander den Weltranglistendritten Michael Stich, Branchenprimus Pete Sampras und im Endspiel Goran Ivanisevic, die damalige Nummer zwei der Welt.
Medvedev gingen nach seinem Triumph bei den ATP Finals aber nicht nur die fünf gewonnenen Partien von London durch den Kopf, sondern seine gesamte, perfekte November-Performance.
"Es ist unglaublich, denn ich habe jetzt zehn Partien in Folge gewonnen und zwei der größten Wettbewerbe am Jahresende", so der 24-Jährige, der zuvor bereits das ATP Masters von Paris-Bercy für sich entschieden hatte.
Medvedev begeistert: Der Kreis hat sich geschlossen
Besondere Freude bereitete Medvedev auch die Tatsache, dass sich mit seinem Titelgewinn ein spezieller Kreis schloss.
"Ich habe vor dem Turnier immer gesagt, dass es eine großartige Geschichte wäre, wenn in London, wo der Wettbewerb nun 12 Jahre lang zuhause war, der erste und der letzte Champion aus Russland käme. Medvedev spielte damit auf Nikolay Davydenko an, der 2009 bei der ersten Austragung in der englischen Hauptstadt im Finale Juan Martín del Potro schlug.
Von 2021 bis 2025 gehen die ATP Finals dann in der Olympiastadt Turin über die Bühne, vor London war vier Jahre lang Schanghai Austragungsort des Saisonabschluss-Showdowns der besten Spieler des Jahres.
Medvedev indes dankte nach seinem Coup Davydenko, der "mit seinem Erfolg damals eine große Inspiration für viele Kinder wie mich" gewesen sei. Er hoffe, "diesen Job fortführen" zu können.
Wenn es so weitergeht, wird ihm das Kunststück, die Top 3 der Welt innerhalb eines Events zu schlagen, so schnell nicht mehr gelingen - denn Medvedev dürfte bald selbst Teil dieses Trios sein ...
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Medvedev erklärt: Darum ist der Erfolg gegen Thiem so besonders
Quelle: Eurosport
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