Thiem unterliegt Medvedev trotz Führung im Endspiel der ATP Finals
Dominic Thiem hat zum zweiten Mal in Folge das Finale bei den ATP Finals in London verloren. Der Österreicher, der 2019 Stefanos Tsitsipas unterlag, musste sich Daniil Medvedev mit 6:4, 6:7 (2:7), 4:6 geschlagen geben. Für den Weltranglistenvierten aus Russland ist es der bislang größte Erfolg der Karriere. "Einer meiner besten Siege nach drei Sätzen gegen einen großartigen Gegner", so Medvedev.
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Sollten noch Zweifel daran bestanden haben, dass die beiden Finalisten Thiem und Medvedev die derzeit besten Spieler auf der Tour sind, so räumte das Duo diese spätestens im Halbfinale aus. Der Österreicher schlug den Weltranglistenersten Novak Djokovic, der Russe mit Rafael Nadal die Nummer zwei der Welt.
Entsprechend umkämpft war das Finale. Den ersten Nadelstich setzte Thiem, dem im fünften Spiel das erste Break der Partie zum 3:2 gelang.
Glück hatte der Weltranglistendritte beim Satzball, den er per Netzroller für sich verbuchte.
Medvedev kämpfte weiter verbissen um sein erstes Break, doch Thiem hielt dem enormen Druck der Nummer vier der Welt dank seines hervorragenden Aufschlags stand.
Diesen Vorteil konnte er im Tiebreak allerdings nicht ausspielen. Nachdem Thiem mit 2:0 in Führung gegangen war, brannte Medvedev ein Feuerwerk mit sieben Punkten in Folge ab - Satzausgleich!
Medvedev mit dem längeren Atem
Kurz darauf hatte Medvedev im dritten Satz beim Stand von 1:1 und einer 40:0-Führung die Riesenchance, das Aufschlagspiel des Österreichers möglicherweise vorentscheidend zu durchbrechen.
Er nutzte keinen seiner drei Breakbälle.
Zwei Spiele später machte es der 24-Jährige dann besser und ging mit seinem ersten Break im Match 3:2 in Führung. Es war der Grundstein zum Titelgewinn.
Thiem gelang es nicht mehr, dem Russen das Aufschlagspiel abzunehmen. Nach zwei Stunden und 42 Minuten nutzte Medvedev schließlich seinen ersten Matchball.
Thiem ein fairer Verlierer
"Der Sieg für Daniil ist verdient, er hat mit dem Titel von Paris-Bercy und nun hier in London einen großartigen November gespielt", zeigte sich Thiem als fairer Verlierer.
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Quelle: Perform
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