ATP Finals: Alexander Zverev kämpft zum Saison-Abschluss in Turin gegen den Trend - Zahlen machen Mut

Alexander Zverev peilt nach einer turbulenten Comeback-Saison mit vielen Auf und Abs einen erfolgreichen Abschluss bei den ATP Finals in Turin an. Das letzte Tour-Event des Jahres liegt dem 26-Jährigen prinzipiell, 2018 und 2021 gewann er den Wettbewerb. Dennoch muss Zverev im Pala Alpitour ein großes Problem lösen - und das liegt nicht nur daran, dass ihm Angstgegner Andrey Rublev zugelost wurde.

Becker warnt Zverev: "Kann auf Dauer nicht gut gehen"

Quelle: Eurosport

Alexander Zverev hat sich etabliert in den Top Ten der Welt, seit zwei Monaten ist der Olympiasieger wieder fester Bestandteil des elitären Zirkels, zu den ATP Finals reist er als Nummer acht des Rankings.
Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Hamburger extrem schwer tut, wenn es gegen Spieler seiner eigenen Gewichtsklasse geht. In Turin werden das in der Gruppenphase Carlos Alcaraz, Daniil Medvedev und Andrey Rublev sein.
Bislang stand Zverev in dieser Saison 15 Mal einem Top-Ten-Profi gegenüber, 13 Mal zog er den Kürzeren. Vor allem die drei Niederlagen in Dubai, Bastad und Wien gegen den jetzigen Gruppengegner Rublev geben Anlass zur Sorge.
Nur in den Achtelfinalpartien bei den US Open (gegen Jannik Sinner) und beim Masters von Cincinnati (gegen Medvedev) behielt der Olympiasieger die Oberhand gegen einen Kontrahenten aus den Top Ten.
Das Phänomen ist nicht neu und in den vergangenen Jahren vor allem bei den Grand-Slam-Wettbewerben zu beobachten. 2:14 lautet die ernüchternde Bilanz des Deutschen bei den vier Major-Events gegen Top-Ten-Profis.

Zverev einer von vier Champions in Turin

Keine guten Vorzeichen für ein Turnier wie die Finals, bei denen die besten Acht des Jahres direkt aufeinandertreffen, noch dazu in einem Modus mit Gruppenphase. Einerseits. Andererseits hat Zverev in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er in der späten Saisonphase in der Lage ist, auf höchstem Niveau zu spielen.
Fünf Mal schlug er bereits bei den ATP Finals auf, gewann 12 von 20 Matches (allesamt gegen Top-Ten-Gegner) und holte zweimal den Titel. Damit ist er neben Novak Djokovic (6), Medvedev (1) und Stefanos Tsitsipas (1) einer von vier Champions, die auch in diesem Jahr dabei sind.

Beeindruckende Bilanz: Nur Djokovic vor Zverev

Und noch eine Statistik macht Mut. Musste Zverev in dieser Saison in einen entscheidenden dritten oder fünften Satz, gewann er die Partie in 76,2 Prozent der Fälle.
Ein absoluter Spitzenwert, der nur von Djokovic marginal überboten wird (76,9 %). Zum Vergleich: Holger Rune (55 %) und Rublev (59,3 %), beide in Turin am Start, erreichen nicht einmal die 60-Prozent-Marke.
Zverev kann, trotz aller Auf und Abs der vergangenen zehneinhalb Monate, zufrieden sein mit der ersten Saison nach seiner schweren Bänderverletzung im rechten Sprunggelenk, die er sich bei den French Open 2022 zuzog. "Entscheidend ist, dass er sich schon unter den ersten Acht dieses Jahres befindet, für mich bedeutet das absolute Weltspitze", betonte Boris Becker im Eurosport-Podcast Das Gelbe vom Ball.
Wichtig für Zverev waren die beiden Turniersiege beim Heimturnier in Hamburg Ende Juli sowie im September im chinesischen Chengdu. Es waren die Titel 20 und 21 auf höchstem Level. Käme in Turin ein weiterer hinzu, wäre das eine dicke Überraschung. Allerdings ging Zverev auch 2018 und 2021 nicht als Favorit ins Saisonfinale ...
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Sieg mit Schrecksekunde: Tsitsipas schlägt Zverev in Paris

Quelle: SNTV

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