ATP Finals: Alexander Zverev nach Niederlage gegen Daniil Mevedev zwischen Hoffen und Bangen

Alexander Zverev haderte nach der Niederlage bei den ATP Finals gegen Daniil Medwedew mit seiner kniffligen Ausgangsposition im Kampf um die Halbfinal-Teilnahme. "Es liegt nicht mehr komplett in meinen Händen", sagte der Deutsche nach dem 6:7 (7:9), 4:6 hinsichtlich der entscheidenden dritten Gruppenspiele am Freitag. Doch ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Es gibt ein gutes Omen für Zverev.

Highlights: Medvedev lässt Zverev verzweifeln

Quelle: Eurosport

Im vierten Spiel des zweiten Satzes hatte Alexander Zverev die Lacher auf seiner Seite. Nach einem Lob von Medvedev setzte er zum Tweener an, schlug jedoch am Ball vorbei und traf stattdessen mit dem Schläger einen empfindlichen Bereich am eigenen Körper.
"Ich habe statt dem Ball meinen eigenen Ball getroffen", schilderte Zverev die skurrile Szene, "das war der Grund, warum ich lachen musste." Das mitfühlende Publikum quittierte die Reaktion des Deutschen mit Applaus.
Mal lachen, mal jubeln, dann wieder hadern und schimpfen - Zverev durchlebte am späten Mittwochabend in der Turnier Pala Alpitour einmal mehr eine Achterbahnfahrt.
"Solche Matches sind voller Emotionen. Ich hatte keinen guten Start, habe mich dann aber in den ersten Satz reingekämpft und lag im Tiebreak schon 4:1 vorne", sagte Zverev. Der folgende Punkt war ein vorentscheidender für den gesamten Matchverlauf. Statt auf 5:1 davonzuziehen, verschlug Zverev einen einfachen Volley.

Zverev hat ungünstige Ausgangslage

"Den spiele ich 99 von 100 Mal ins Feld. Ich habe den Ball leider etwas falsch eingeschätzt. Ich dachte, er wäre schon näher bei mir und dann habe ich ihn ins Netz geballert", erklärte der 26-Jährige. Nach zwei vergebenen Satzbällen verlor Zverev den Tiebreak 7:9.
"Das war in dem Moment sehr frustrierend, denn es ist so wichtig, den ersten Satz zu gewinnen. Für das Match sowieso, aber auch für die Konstellation in der Gruppe. Eine Niederlage in zwei Sätzen tut weh und hätte nicht sein müssen, denn ich habe das Gefühl, dass ich mehr verdient hätte", so Zverev.
Zverev kann immer noch das Halbfinale erreichen, es gibt aber ein Problem: Er ist auf Schützenhilfe angewiesen. Sein abschließendes Gruppenspiel am Freitag gegen seinen Kumpel Andrey Rublev (20:30 Uhr im Liveticker) muss Zverev gewinnen und zudem hoffen, dass Medvedev vorher Carlos Alcaraz (14:30 Uhr im Liveticker) bezwingt.
"Natürlich bin ich jetzt in einer relativ ungünstigen Situation und muss auf andere Spieler hoffen. Aber ich werde alles versuchen und am Freitag die Nummer eins der Medvedev-Fans auf diesem Planeten sein", sagte Zverev.

Finals-Sieger mit Pleiten im zweiten Match

Ein Blick in die Vergangenheit verrät, dass Zverev bei den ATP Finals mit seiner Ausgangslage nach zwei Gruppenmatches durchaus vertraut ist und sie ihm vor allem zweimal Glück gebracht hat. 2018 und 2021 hat er dieses Turnier gewonnen und dabei jeweils sein zweites Match verloren.
"Das ist sicher ein gutes Omen und gibt mir Hoffnung", sagte Zverev. Medvedev ist das Zünglein an der Waage. Der Russe ist nach zwei Siegen bereits für das Halbfinale qualifiziert und könnte sich gegen Alcaraz theoretisch "ausruhen".
Auch da wird der erste Satz eine wichtige Rolle spielen. Medvedev ließ auf der Pressekonferenz nämlich ausrichten, dass er keine große Lust habe, am Tag vor dem Halbfinale "gegen Alcaraz nach dreieinhalb Stunden im dritten Satz noch einen Tiebreak spielen zu müssen."
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Rublev rastet bei Niederlage gegen Alcaraz komplett aus

Quelle: SNTV

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