ATP Finals Turin - Zverev gibt Update nach Sturz und Schreckmoment gegen Alcaraz: "War ein Nervenschmerz"

Alexander Zverev hat bei seinem Auftaktsieg bei den ATP Finals gegen Carlos Alcaraz für einen Schreckmoment gesorgt. Im dritten Satz rutschte die deutsche Nummer eins unglücklich weg, schrie auf und verzog das Gesicht. Szenen, die an Paris 2022 erinnerten, als sich Zverev einen mehrfachen Bänderriss zuzog. Diesmal konnte der Olympiasieger aber weitermachen - und gab im Anschluss Entwarnung.

ATP Finals : Alexander Zverev defeated Alcaraz (Highlights) (SNTV)

Quelle: Eurosport

Einige bange Sekunden herrschte gespenstige Stille im Pala Alpitour, ehe Alexander Zverev den Daumen in Richtung Carlos Alcaraz zeigte, der auf die Seite des Deutschen herübergekommen war, um sich nach ihm zu erkundigen.
Beim Stand von 3:2 aus Sicht des Hamburgers war Zverev auf der Jagd nach dem gelben Filzball unglücklich weggerutscht. Allerdings sei der 26-Jährige dabei nicht "umgeknickt", wie er später im Interview bei "Sky" aufklärte, sondern nur "durchgerutscht. Dabei habe ich mir die Achillessehne oder die Kapsel eingequetscht. Es war ein Nervenschmerz."
Bereits kurz darauf habe er jedoch gewusst, dass alles "okay" sei.
"Auf dem Platz habe ich gar nichts gespürt. Jetzt, wenn ich hier (beim Interview, Anm. d. Red.) stehe, spüre ich es ein bisschen", so der Olympiasieger: "Aber ich hoffe, es ist alles ok."

Mischa Zverev: "Damals gab es keinen Daumen"

Auch sein Bruder Mischa Zverev, der wie gewohnt während des Matches in der Box des Deutschen saß, habe schnell gewusst, dass die Situation nicht vergleichbar mit der schweren Verletzung sei, die sich Zverev im Halbfinale der French Open 2022 zugezogen hatte.
"Er ist ja getaped - und zwar nicht mit dem normalen, sondern mit dem richtig starken Tape. Deswegen meinte auch der Physio direkt zu mir, das sollte okay sein", klärte der 36-Jährige auf: "Man konnte sofort sehen, dass man es nicht mit Paris vergleichen konnte. Damals gab es keinen Daumen."
2022 musste sich Zverev im Anschluss einer Operation unterziehen, die ihn über ein halbes Jahr ausbremste. Diesmal konnte die deutsche Nummer eins nach kurzem Bangen weiterspielen und ließ sich auch in der Folge nichts anmerken.

Zverev: Return war "nicht anwesend"

Auch dank seines Aufschlags behauptete Zverev das zuvor erarbeitete Break und machte im dritten Satz den 6:7 (3:7), 6:3, 6:4-Comeback-Erfolg gegen Alcaraz perfekt.
"Ich finde, ich habe richtig gut gespielt“, ordnete der Hamburger selbst seine Leistung ein. Einzig sein Return sei "nicht anwesend" gewesen: "Einen halben Satz habe ich überhaupt keinen Return reingespielt, das war ein bisschen schade. Aber ich habe gegen die Nummer zwei der Welt gewonnen."
Dank dieses Auftaktsieges darf sich Zverev nun berechtigte Hoffnungen auf den Halbfinaleinzug machen. Im Laufe der Vorrunde trifft er in der Roten Gruppe noch auf Daniil Medvedev und Andrey Rublev. Die beiden Ersten schaffen den Sprung in die Runde der letzten Vier.
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Zverev: "Immer schön, die besten Spieler der Welt zu schlagen"

Quelle: Eurosport

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