ATP Finals 2024 in Turin: Alexander Zverev kocht auch Carlos Alcaraz ab - und fliegt als Gruppensieger ins Halbfinale

Alexander Zverev hat seine bestechende Form bei den ATP Finals in eindrucksvoller Manier untermauert. Der Weltranglistenzweite gewann auch sein drittes Gruppenspiel in Turin - und sicherte sich ohne Satzverlust den ersten Platz und somit den souveränen Halbfinaleinzug. Gegen Carlos Alcaraz hieß es am Ende 7:6 (7:5), 6:4 aus Sicht des zweimaligen Finals-Champions aus Hamburg.

Highlights: Zverev schlägt Alcaraz mit Weltklasse-Leistung

Quelle: SNTV

Der Hamburger revanchierte sich beim zuletzt gesundheitlich angeschlagenen Topstar für die bittere Niederlage im French-Open-Finale Anfang Juni und untermauerte durch das 7:6 (7:5), 6:4 seine Titelambitionen beim Saisonfinale der besten acht Tennisprofis mit Nachdruck.
"Es war ein unglaublich hohes Level. Bei manchen Punkten dachte ich, er ist Spiderman", sagte Zverev im On-Court-Interview: "Ich bin sehr glücklich über den Sieg und den Halbfinaleinzug." Bei seiner siebten Teilnahme an den Finals spielte der Turniersieger von 2018 und 2021 dazu erstmals eine perfekte Gruppenphase mit drei Siegen aus drei Spielen.
Im Halbfinale am Samstag bekommt es Zverev nun mit seinem "Angstgegner" Taylor Fritz zu tun, gegen den er in diesem Jahr in Wimbledon und bei den US Open ausgeschieden war. Zverev geht nach seinen bisher herausragenden Leistungen in Turin aber mit großem Selbstvertrauen in die Partie gegen den Weltranglistenfünften.
Gegen den viermaligen Grand-Slam-Sieger Alcaraz, der erneut mit einem pinken Nasenpflaster spielte, war es für Zverev der sechste Sieg im elften Aufeinandertreffen. Das Weiterkommen von Alcaraz entscheidet sich erst am Abend (20;30 Uhr im Livescoring), wenn Casper Ruud und Andrey Rublev aufeinandertreffen.

Zverev will den Finals-Titel-Hattrick

Für Zverev wäre ein dritter Triumph beim Saisonfinale das Highlight einer sehr starken Saison. Seine persönliche Saisonbestmarke baute er auf nun 69 Siege aus, kein Spieler auf der Tour hat mehr Partien in diesem Jahr gewonnen - den deutschen Rekord von Michael Stich (76 Siege) aus dem Jahr 1993 wird er jedoch nicht mehr erreichen.
Er wolle "einfach alles geben", hatte Zverev vor dem letzten Gruppenspiel gesagt, der Hamburger ging nach seinen dominanten Siegen gegen den Rublev und Ruud mit breiter Brust in die Partie.
Zverev ließ beim ersten Aufschlagspiel von Alcaraz zwei Breakbälle ungenutzt, beim darauffolgenden Service des immer wieder fehlerhaft agierenden Spaniers sogar vier. In der Folge ergaben sich keine weiteren Breakchancen, ehe Zverev beim Stand von 6:5 einen Satzball beim Aufschalg des Spaniers bekam - und auch diesen nicht nutzte.
Erst im Tiebreak mit teils herausragenden Schläge beider Spieler packte Zverev zu und schnappte sich Satz eins - der Halbfinaleinzug des Deutschen stand dadurch bereits fest.
Im zweiten Durchgang gelang ihm sofort das Break, wenig später wehrte er zwei Breakbälle des Spaniers erfolgreich ab - es waren die ersten im Turnierverlauf gegen den Deutschen. Nach rund zwei Stunden Spielzeit nutzte er seinen ersten Matchball zum Sieg.
(mit SID)
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Zverev nach furiosem Sieg: "Ihr müsst euch mal entspannen"

Quelle: SNTV


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